PHAERO
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1
Erste Schritte
PHAERO im Überblick

PHAERO unterstützt Sie in der Phase 0, also bevor die eigentliche Planung beginnt. Sie analysieren einen Standort, entwerfen Gebäude als 3D-Volumen und lesen sofort Flächen, Kosten, Energiebedarf und Ökobilanz ab. Mehrere Varianten vergleichen Sie direkt miteinander.

Wofür PHAERO gedacht ist

  • Grundstücke bewerten: Lage, Umfeld, Umwelt, Planungsrecht.
  • Bebauung abschätzen: Kubatur, Geschosse, Nutzung, GRZ und GFZ.
  • Varianten bewerten: Kosten nach DIN 276, Flächen nach DIN 277, Energiebedarf nach DIN/TS 18599, Ökobilanz nach QNG-Methodik.
  • Entscheidungen vorbereiten: Variantenvergleich und PDF-Bericht.
Hinweis: Die Ergebnisse sind Abschätzungen für frühe Entscheidungen. Sie ersetzen keine Fachplanung, keinen GEG-Nachweis und keine Kostenberechnung in späteren Leistungsphasen.

Die Arbeitsbereiche

BereichWofür
StandortanalyseStandort suchen, Flurstück, Umfeld, Umweltkarten und Klimadaten
MachbarkeitsstudieGrundstück, Gebäude und Außenanlagen in 3D entwerfen; Ergebnisse live ablesen
VariantenvergleichVarianten nebeneinanderstellen und als PDF exportieren
BibliothekKataloge für Bauteile, Technik, Raumtypen und Sets pflegen

Organisation, Projekt, Standort, Variante

Ihre Daten sind in Ebenen geordnet:

EbeneEnthält
OrganisationMitglieder, Kataloge der Organisation, Projekte
ProjektProjektmitglieder, Projektkatalog, Standorte
StandortGrundstück und Umgebung; ein oder mehrere Varianten
VarianteEin Entwurf mit Gebäuden und Außenanlagen
GebäudeKubatur, Geschosse, Nutzung, Bauteile, Technik

[EMBED datenmodell] Schema · Organisation › Projekt › Standort › Variante › Gebäude

So geht es weiter

  • Oberfläche und Navigation
  • Die erste Machbarkeitsstudie in 10 Schritten
  • Die Machbarkeitsstudie im Überblick
Oberfläche und Navigation

PHAERO besteht aus einer Seitenleiste links und einer Kopfleiste oben. Sobald Sie ein Projekt öffnen, zeigt die Seitenleiste die Bereiche dieses Projekts.

[BILD navigation-01] Annotierter Screenshot · Seitenleiste und Kopfleiste mit Nummern · Alt-Text: Oberfläche von PHAERO

Seitenleiste

EintragInhalt
BibliothekKataloge für Klassifikationen, Bauteile, Technik und Sets
ProjekteÜbersicht Ihrer Projekte
StandortanalyseStandorte suchen und analysieren, auch ohne Projekt
FeedbackRückmeldung an das PHAERO-Team
EinklappenSeitenleiste schmal stellen

Im Projekt

EintragInhalt
DashboardStandorte und Varianten des Projekts
StandortanalyseStandorte des Projekts
Machbarkeitsstudie3D-Entwurf der gewählten Variante
VariantenvergleichVarianten nebeneinander
ProjektkatalogKatalogeinträge nur für dieses Projekt
ProjekteinstellungenStammdaten, Kataloge, Mitglieder

Kopfleiste

ElementFunktion
Neues ProjektProjekt anlegen
OrganisationOrganisation wechseln; danach sehen Sie nur Projekte und Daten dieser Organisation
ArchivArchivierte Projekte öffnen und wiederherstellen
HilfeProdukttour ein- und ausschalten, Wissensdatenbank öffnen
BenachrichtigungenHinweise zu Ihren Projekten
Hinweis: Das Archiv-Symbol steht neben der Organisationsauswahl und hat keine Beschriftung.
Die erste Machbarkeitsstudie in 10 Schritten

Diese Anleitung führt Sie in etwa 15 Minuten von einem leeren Projekt zu einer bewerteten Variante. Zu jedem Schritt gibt es einen Detailartikel.

Bevor Sie anfangen

Halten Sie drei Dinge bereit, dann kommen Sie ohne Unterbrechung durch:

  • die Adresse oder das Flurstück des Grundstücks,
  • die Festsetzungen des Bebauungsplans, mindestens GRZ, GFZ und Zahl der Vollgeschosse, wenn vorhanden,
  • eine grobe Vorstellung von Nutzung und Größe, z. B. „Bürogebäude mit rund 3.000 m² BGF“.

Fehlt ein Bebauungsplan, können Sie trotzdem beginnen. Die Kennzahlen tragen Sie später nach.

1. Projekt anlegen

Klicken Sie in der Kopfleiste auf Neues Projekt, geben Sie einen Projektnamen ein und klicken Sie auf Erstellen. PHAERO öffnet direkt die Standortanalyse.

[BILD erste-studie-01] Dialog Neues Projekt

2. Standort suchen und hinzufügen

Geben Sie in Standort suchen … eine Adresse ein und wählen Sie einen Vorschlag. PHAERO wählt das Flurstück an dieser Adresse. Klicken Sie auf Standort hinzufügen.

[BILD erste-studie-02] Standortsuche mit Vorschlägen

3. Studie starten

Klicken Sie auf Machbarkeitsstudie starten. PHAERO lädt Gelände, Umgebungsbebauung, Luftbilder und Liegenschaftsdaten. Sie können die Studie schon öffnen, bevor alles geladen ist.

[BILD erste-studie-03] Ladedialog mit vier Datenquellen

4. Grundstück prüfen

Öffnen Sie das Panel Grundstück. Prüfen Sie die Grenze und tragen Sie GRZ und GFZ aus dem Bebauungsplan ein.

5. Gebäude anlegen

Öffnen Sie das Panel Gebäude, klicken Sie auf + Neu, vergeben Sie einen Namen und wählen Sie die Klassifikation.

Die Klassifikation bestimmt die Gebäudekategorie und damit die Kostenkennwerte, die Vorbelegung der Nutzung und das Referenzgebäude für die Energie. Wählen Sie sie deshalb gleich zu Beginn passend.

6. Grundfläche zeichnen

Ziehen Sie ein Rechteck auf oder klicken Sie eine Skizze. Für exakte Maße nutzen Sie die CAD-Eingabe mit ⇥.

[BILD erste-studie-06] Gezeichnete Grundfläche

Zeichnen Sie zunächst grob. Die genaue Kontur passen Sie später im Grundriss an; für die ersten Kennwerte genügt die richtige Größenordnung.

7. Geschosse festlegen

Stellen Sie im Register Kubatur Anzahl und Höhe der Regelgeschosse ein.

Prüfen Sie danach im Panel Flächen, ob BGF und GFZ zu Ihrer Vorstellung und zum Bebauungsplan passen. Liegen Sie über dem zulässigen Maß, reduzieren Sie Geschosse oder Grundfläche, bevor Sie weitermachen.

8. Bauteile und Technik wählen

Wählen Sie in den Registern Bauteile und Technik Aufbauten und Versorgung. Für einen ersten Stand genügen die Vorgaben.

9. Ergebnisse ablesen

Öffnen Sie rechts die Panels Energie, Kosten, Flächen, Bauteile und Ökobilanz. Die Quick Results zeigen die wichtigsten Kennwerte dauerhaft.

[BILD erste-studie-09] Ergebnis-Panels

10. Zweite Variante anlegen

Öffnen Sie oben Variante und wählen Sie Neue Variante. Ändern Sie den Entwurf und vergleichen Sie beide Varianten im Variantenvergleich.

Typische Stolpersteine

BeobachtungUrsache und Lösung
GFZ deutlich höher als erwartetDie Grundstücksgrenze umfasst nur einen Teil des Grundstücks. Prüfen Sie Flurstück und Grenze im Panel Grundstück.
Kosten je m² BGF ungewöhnlich hoch oder niedrigKlassifikation passt nicht zur Nutzung. Prüfen Sie die Gebäudekategorie unter Erweiterte Nutzungseinstellungen.
Gebäude steht „in der Luft“ oder im GeländeGebäudereferenzpunkt prüfen; er bezieht sich auf die Oberkante Fertigfußboden des Erdgeschosses.
Kennwerte passen nicht zum GebäudeDas Panel zeigt ein einzelnes Gebäude statt der gesamten Variante, oder umgekehrt. Prüfen Sie die Auswahl oben im Panel.

Wie es weitergeht

  • Nutzung genauer festlegen: Nutzung und Funktionseinheiten
  • Baurecht einstellen und Abstandsflächen prüfen: Baurecht
  • Varianten systematisch vergleichen: Varianten vergleichen
Häufige Fragen

Antworten auf Fragen, die bei der Arbeit mit PHAERO oft gestellt werden. Die Abschnitte lassen sich direkt verlinken.

Ist das Energieergebnis ein GEG-Nachweis?

Nein. PHAERO rechnet nach DIN/TS 18599, aber mit Vereinfachungen für die Phase 0: Geschosse als Bilanzzonen, Vorgabewerte für Wärmebrücken, Infiltration und Verschattung, Bauteile aus dem Katalog. Das Ergebnis eignet sich, um Varianten früh zu vergleichen. Für den Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz ist eine Fachplanung nötig.

Mehr dazu: So berechnet PHAERO den Energiebedarf

Ist die Ökobilanz eine QNG-Zertifizierung?

Nein. PHAERO bilanziert nach der Methodik des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude und zeigt, ob die Variante die Schwellen für QNG-PLUS oder QNG-PREMIUM voraussichtlich erreicht. Eine Zertifizierung ersetzt das nicht.

Mehr dazu: So berechnet PHAERO die Ökobilanz

Woher stammen die Kostenkennwerte?

Aus statistischen Kennwerten aus ausgewerteten, abgerechneten Bauprojekten. Regionalfaktoren passen sie an das Preisniveau des Standorts an. Nach BGF rechnet PHAERO eine Kostenschätzung, nach Kostengruppen eine Kostenberechnung nach DIN 276.

Mehr dazu: So berechnet PHAERO die Kosten

Warum ändern sich die Kosten der Außenanlagen (KG 500) nicht, wenn ich Außenanlagen zeichne?

Die Kosten der Außenanlagen ermittelt PHAERO aus Kennwerten. Gezeichnete Wege, Parkplätze oder Grünflächen fließen in den Versiegelungsgrad und die Darstellung ein, nicht in KG 500.

Mehr dazu: Kosten nach KGR und nach BGF

Warum ändert sich der Versiegelungsgrad nicht, wenn ich Rasen anlege?

Unbebaute Fläche gilt standardmäßig als Grünfläche. Eine Rasenfläche ändert daran nichts, ebenso wenig eine Wasserfläche. Den Versiegelungsgrad erhöhen Gebäude, Wege, Straßen, Parkplätze, Vorplätze und versiegelte Flächen.

Mehr dazu: Versiegelungsgrad und Grünflächenanteil

Warum sehe ich gezeichnete Wege und Flächen nicht in der Szene?

Die Darstellung der Außenanlagen ist standardmäßig ausgeschaltet. Schalten Sie sie in der unteren Werkzeugleiste unter Assets › Aussenanlagen ein. Auch ausgeblendet werden die Außenanlagen berechnet.

Mehr dazu: Wege, Flächen und Bäume anlegen

Warum sehe ich einen Bodenrichtwert, aber keinen Grundstückswert?

Ohne gewähltes Flurstück fragt PHAERO den Bodenrichtwert an der Position des Markers ab. Ohne Grundstücksfläche lässt sich kein Grundstückswert berechnen. Wählen Sie das Flurstück über die Adresssuche und fügen Sie den Standort hinzu.

Mehr dazu: Flurstück und Katasterdaten

Wie binde ich einen Bebauungsplan ein?

Im Register Baurecht laden Sie den Plan als PDF hoch (höchstens 50 MB) oder rufen ihn über einen XPlanung-Server ab. Die Grenzwerte wie GRZ und GFZ tragen Sie im Panel Grundstück ein.

Mehr dazu: Baurecht: Bebauungsplan, Abstandsflächen, Dachregeln

2
Projekte & Team
Projekte anlegen, öffnen und archivieren

Ein Projekt bündelt Standorte, Varianten, Mitglieder und einen eigenen Katalog. Sie legen es in wenigen Sekunden an und starten direkt mit der Standortanalyse.

Neues Projekt anlegen

  1. Klicken Sie in der Kopfleiste auf Neues Projekt.
  2. Geben Sie den Projektnamen ein (Pflichtfeld) und optional eine Projektnummer und eine Beschreibung.
  3. Aktivieren Sie Alle Mitglieder hinzufügen, wenn alle Mitglieder Ihrer Organisation Zugriff erhalten sollen.
  4. Klicken Sie auf Erstellen. PHAERO öffnet direkt die Standortanalyse des Projekts.

[BILD projekte-01] Screenshot · Dialog Neues Projekt · Alt-Text: Neues Projekt anlegen

Projekte finden

Unter Projekte sehen Sie „Meine Projekte“. Sie suchen nach Namen, sortieren und wechseln zwischen Kachel- und Listenansicht. Mit dem Stern markieren Sie Favoriten.

Projekt bearbeiten, duplizieren, archivieren

Das Menü auf der Projektkarte bietet:

BefehlWirkung
BearbeitenStammdaten ändern
DuplizierenKopie des Projekts anlegen
ArchivierenProjekt aus der Übersicht nehmen; es bleibt wiederherstellbar

Archiv

  1. Klicken Sie in der Kopfleiste auf das Archiv-Symbol neben der Organisationsauswahl. Es öffnet „Archivierte Projekte“.
  2. Wählen Sie im Menü des Projekts Wiederherstellen oder Löschen.
Achtung: Gelöschte Projekte lassen sich nicht wiederherstellen.
Das Projekt-Dashboard

Das Dashboard ist die Startseite eines Projekts. Es zeigt alle Standorte mit ihren Varianten.

[BILD dashboard-01] Screenshot · Projekt-Dashboard · Alt-Text: Projekt-Dashboard

Inhalt

ElementInhalt
KopfProjektname und zuletzt geändert
StandorteJe Standort Name, Adresse und Anzahl der Varianten
VariantenlisteVarianten des Standorts; ein Klick öffnet die Machbarkeitsstudie
Neue VarianteLegt am Standort eine Variante an
Zur StandortanalyseÖffnet die Standortanalyse des Projekts

Leeres Projekt

Hat das Projekt noch keinen Standort, steht dort „Keine Standorte vorhanden.“ Fügen Sie über Zur Standortanalyse den ersten Standort hinzu.

Projekteinstellungen: Stammdaten und Kataloge

In den Projekteinstellungen pflegen Sie die Stammdaten, legen fest, welche Kataloge im Projekt erscheinen, und verwalten die Mitglieder.

Stammdaten

FeldBedeutung
Statusz. B. Aktiv
NameProjektname
ProjektnummerIhre interne Nummer
OrganisationZugehörige Organisation, nur lesend
BeschreibungFreitext

Kataloge

Für Klassifikationen, Bauteile und Technik wählen Sie unter Angezeigte Kataloge, welche Ebenen im Projekt erscheinen: PHAERO-Katalog, Organisationskatalog, Projektkatalog.

  • Die Auswahl gilt für alle Projektmitglieder.
  • Bereits gewählte Einträge und Favoriten bleiben sichtbar, auch wenn Sie eine Ebene ausblenden.

[BILD projekteinstellungen-01] Screenshot · Angezeigte Kataloge · Alt-Text: Kataloge im Projekt

Gefahrenzone

AktionWirkung
Projekt archivierenProjekt aus der Übersicht nehmen; wiederherstellbar über das Archiv
Projekt löschenProjekt mit allen Standorten und Varianten entfernen; nicht wiederherstellbar
Achtung: Löschen ist endgültig. Archivieren Sie im Zweifel.
Projektmitglieder und Rollen verwalten

Projektmitglieder sehen und bearbeiten das Projekt je nach Rolle. Sie laden Mitglieder in den Projekteinstellungen ein.

Mitglied einladen

  1. Öffnen Sie Projekteinstellungen › Mitglieder.
  2. Klicken Sie auf Mitglied einladen.
  3. Wählen Sie die Person und ihre Rolle.

[BILD mitglieder-01] Screenshot · Mitgliederliste mit Rolle und Position · Alt-Text: Projektmitglieder

Projektrollen

RolleDarf
AdministratorProjekt bearbeiten, Mitglieder und Einstellungen verwalten
BearbeiterStandorte, Varianten und Gebäude bearbeiten
BesucherProjekt ansehen, nichts ändern

Die Spalte Position beschreibt die Funktion der Person im Projekt, z. B. Projektleitung.

Hinweis: Die Projektrolle ist unabhängig von der Rolle in der Organisation. Die Organisationsrollen beschreibt der Artikel „Mitglieder, Plätze und Rollen der Organisation“.

Welche Rolle für wen?

PersonEmpfohlene Rolle
ProjektleitungAdministrator
Planende im TeamBearbeiter
Bauherr, Fachplaner zur AbstimmungBesucher
Externe, die nur Ergebnisse sehen sollenBesucher oder PDF-Export statt Zugang

Tipps

  • Vergeben Sie die Rolle Administrator sparsam, mindestens aber an zwei Personen, damit das Projekt auch bei Abwesenheit verwaltet werden kann.
  • Geben Sie Externen nur so viele Rechte wie nötig. Für eine Abstimmung reicht meist ein PDF-Export.
  • Pflegen Sie die Position, damit im Team klar ist, wer wofür zuständig ist.

[PRÜFEN] Rechte je Rolle vollständig auflisten: Wer darf Varianten anlegen und löschen, Kataloge im Projekt ändern, exportieren, Bilder erzeugen, das Projekt archivieren?

3
Organisation & Konto
Konto und Präferenzen

In den Kontoeinstellungen verwalten Sie Ihre persönlichen Daten und wie PHAERO für Sie arbeitet.

BereichInhalt
StammdatenName und Kontaktdaten
OrganisationenIhre Organisationen mit Ihrer Rolle; neue Organisation anlegen
SicherheitPasswort ändern
PräferenzenTastaturkürzel und Sync-Anzeige in der 3D-Ansicht ein- oder ausblenden, Produkttouren zurücksetzen, Datenschutz
Quick Result EinstellungenAcht Kennwerte für die Machbarkeitsstudie wählen
GefahrenzoneKonto löschen

[BILD konto-01] Screenshot · Kontoeinstellungen · Alt-Text: Kontoeinstellungen

Konto löschen

Das Konto wird zunächst deaktiviert und nach Ablauf einer Frist gelöscht.

Achtung: Prüfen Sie vorher, ob Sie Eigentümer einer Organisation sind. Übertragen Sie die Eigentümerschaft, bevor Sie Ihr Konto löschen.
Organisation einrichten

Die Organisation ist der Rahmen für Ihre Projekte, Mitglieder und Kataloge.

Stammdaten

FeldBedeutung
NameName der Organisation
AdresseAnschrift
KürzelKurzbezeichnung
Rechnungs-E-MailAdresse für Rechnungen

Kataloge

Legen Sie je Bereich fest, ob der PHAERO-Katalog in allen Projekten angezeigt wird. Projekte können die Anzeige in ihren Projekteinstellungen weiter einschränken.

Organisations-Favoriten

Favoriten der Organisation erscheinen in allen Projekten oben in den Auswahllisten.

[BILD organisation-01] Screenshot · Organisationseinstellungen · Alt-Text: Organisation einrichten

Mitglieder, Plätze und Rollen der Organisation

Wer in Ihrer Organisation arbeitet, legen Sie über Mitglieder, Rollen und Plätze fest.

Rollen

RolleDarf
EigentümerAlles, einschließlich Eigentümerschaft übertragen und Organisation löschen
AdministratorVollzugriff auf Organisation, Mitglieder und Kataloge
MitgliedZugewiesene Projekte bearbeiten, eigene Projekte anlegen, Mitgliederliste sehen
ExternNur lesen: Stammdaten der Organisation und ausdrücklich zugewiesene Projekte; kostenlos

Plätze

Bearbeiter brauchen einen Platz. Betrachter mit nur lesendem Zugriff belegen keinen Bearbeiter-Platz. Mit Platz hinzufügen erweitern Sie die Anzahl.

Mitglieder einladen

  1. Öffnen Sie Organisationseinstellungen › Mitglieder.
  2. Klicken Sie auf Mitglied einladen oder Mehrere einladen.
  3. Geben Sie die E-Mail-Adressen ein und wählen Sie die Rolle.

[BILD org-mitglieder-01] Screenshot · Mitgliederliste der Organisation · Alt-Text: Mitglieder der Organisation

Hinweis: Die Rolle in einem Projekt legen Sie zusätzlich in den Projekteinstellungen fest.
Organisation verlassen oder löschen

In der Gefahrenzone der Organisationseinstellungen übertragen Sie die Eigentümerschaft, verlassen die Organisation oder löschen sie.

Eigentümerschaft übertragen

Wählen Sie ein anderes Mitglied als neuen Eigentümer.

Organisation verlassen

Mitglieder können eine Organisation verlassen. Als Eigentümer müssen Sie die Eigentümerschaft vorher übertragen.

Organisation löschen

Die Organisation wird zunächst deaktiviert und nach Ablauf einer Frist gelöscht. Bis dahin lässt sie sich wiederherstellen. Rechnungen werden nach den gesetzlichen Fristen aufbewahrt.

Achtung: Das Löschen betrifft alle Projekte, Standorte, Varianten und Kataloge der Organisation.
4
Standortanalyse
Standort finden und hinzufügen

Ein Standort ist das Grundstück, auf dem Sie planen. Sie finden ihn über die Adresse; PHAERO wählt dabei direkt das Flurstück.

Standort suchen

  1. Öffnen Sie die Standortanalyse.
  2. Geben Sie in Standort suchen … eine Adresse ein und wählen Sie einen Vorschlag.
  3. PHAERO zeigt das Flurstück an dieser Adresse als Vorschau.
  4. Prüfen Sie Flurstück und Daten in den Registern Grundstück, Umfeldanalyse und Umweltanalyse.
  5. Klicken Sie auf Standort hinzufügen. PHAERO meldet „Standort gespeichert“.

[BILD standort-01] Screenshot · Suche mit Vorschlägen und Vorschau · Alt-Text: Standort suchen

Hinweis: Bis Sie auf Standort hinzufügen klicken, ist der Standort nur eine Vorschau und wird nicht gespeichert.

Ohne Projekt

Die Standortanalyse funktioniert auch ohne Projekt, z. B. um ein Grundstück vorab zu prüfen.

Weiter

Mit Machbarkeitsstudie starten öffnen Sie den Standort in 3D.

Standorte verwalten

Ein Projekt kann mehrere Standorte haben. Über Standort wählen wechseln Sie zwischen ihnen.

Standortliste

SpalteInhalt
NameBezeichnung des Standorts
AdresseLage
FlächeGrundstücksfläche
Symbol MachbarkeitsstudieÖffnet den Standort in 3D
⋮Weitere Aktionen

[BILD standorte-01] Screenshot · Standortliste · Alt-Text: Standorte verwalten

Umbenennen oder löschen

Befehl im Menü ⋮Wirkung
Namen ändernStandort umbenennen
Standort löschenStandort mit allen Varianten entfernen
Achtung: Mit dem Standort löschen Sie alle Varianten an diesem Standort.
Flurstück und Katasterdaten

Das Register Grundstück zeigt die amtlichen Daten des Flurstücks und den Bodenrichtwert.

[BILD grundstueck-standort-01] Screenshot · Register Grundstück · Alt-Text: Register Grundstück

Lage und Fläche

FeldInhalt
LagebezeichnungAdresse oder Gewann
PLZ, Ort, BundeslandLage
FlächeGrundstücksfläche in m²

Katasterdaten

FeldInhalt
Gemeinde, Gemarkung, Flur, FlurstücksnummerAmtliche Bezeichnung
RechtszustandStatus im Kataster
AktualitätStand der Daten
QuelleVermessungsverwaltung des Bundeslands

Bodenrichtwert

PHAERO zeigt den Bodenrichtwert in €/m² mit Nutzung, Zone, Stichtag und Quelle (BORIS des Landes).

Hinweis: Ohne Flurstück fragt PHAERO den Bodenrichtwert an der Position des Markers ab. Ein Grundstückswert wird dann nicht berechnet.

Flurstück und Grundstück

Ein Flurstück ist die kleinste Einheit im Liegenschaftskataster. Ein Grundstück im Rechtssinn ist das, was im Grundbuch unter einer Nummer eingetragen ist; es kann aus einem oder mehreren Flurstücken bestehen. Für Ihr Projekt zählt das Baugrundstück. Besteht es aus mehreren Flurstücken, prüfen Sie, ob alle im Projekt enthalten sind.

Was die Katasterdaten aussagen

  • Die Daten stammen aus dem amtlichen Liegenschaftskataster (ALKIS) der Vermessungsverwaltung des Landes.
  • Die Fläche ist die amtliche Buchfläche. Sie kann geringfügig von einer neu vermessenen Fläche abweichen.
  • Das Kataster enthält keine Eigentumsverhältnisse, Baulasten oder Rechte Dritter. Diese stehen im Grundbuch bzw. im Baulastenverzeichnis.

Bodenrichtwert einordnen

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke einer Zone mit vergleichbaren Merkmalen, ermittelt vom Gutachterausschuss. Er ersetzt kein Verkehrswertgutachten. Weicht Ihr Grundstück in Größe, Zuschnitt oder Ausnutzung deutlich von den Merkmalen der Zone ab, ist der Wert entsprechend anzupassen.

Beispiel: 1.200 m² Grundstücksfläche bei einem Bodenrichtwert von 450 €/m² ergeben einen überschlägigen Bodenwert von 540.000 €. Die Zahlen sind Beispielwerte.

Umfeldanalyse: alle Kategorien

Die Umfeldanalyse zeigt, wie gut der Standort angebunden ist. Für jede Kategorie sucht PHAERO den nächsten Treffer und gibt Entfernung und Zeit an.

[BILD umfeld-01] Screenshot · Register Umfeldanalyse · Alt-Text: Umfeldanalyse

Gruppen

GruppeKategorien
Bildung & Familie5
Gesundheit4
ÖPNV & Mobilität10
Nahversorgung7
Freizeit & Kultur6
Sicherheit & Verwaltung3

Was je Kategorie steht

  • Name des nächsten Treffers
  • Entfernung
  • Zeit zu Fuß oder mit dem Auto
  • „Nicht gefunden – Kein Treffer im Suchradius“, wenn nichts in der Nähe liegt

Auf der Karte

Mit Auf Karte anzeigen sehen Sie die Treffer einer Kategorie auf der Karte.

Wofür Sie die Umfeldanalyse nutzen

  • Wohnungsbau: Schulen, Kitas, Nahversorgung und ÖPNV sind wichtige Argumente für Vermarktung und Förderung.
  • Büro und Gewerbe: Anbindung an ÖPNV und Fernverkehr bestimmt die Erreichbarkeit für Beschäftigte.
  • Mobilitätskonzept: Eine gute ÖPNV-Anbindung kann die Zahl der nötigen Stellplätze senken, wenn die Stellplatzsatzung der Kommune das vorsieht.
  • Soziale Infrastruktur: Ärzte, Apotheken und Pflegeangebote sind für Seniorenwohnen entscheidend.

Ergebnisse einordnen

Als grobe Orientierung gelten Wege bis etwa 500 m zu einer Bushaltestelle und bis etwa 1.000 m zu einem Bahnhof als gut fußläufig. Für Nahversorgung gelten oft 10 Minuten zu Fuß als Ziel. Prüfen Sie für Ihr Projekt, welche Anforderungen Kommune oder Fördergeber stellen.

[PRÜFEN] Die 35 Kategorien je Gruppe, den Suchradius und die Datenquelle der Treffer ergänzen.

Umweltkarten, Standortkennwerte und Klima

Die Umweltanalyse zeigt Risiken und Klimadaten des Standorts.

Umweltkarten

KarteZeigt
SchienenlärmLärmbelastung durch Schienenverkehr
StraßenlärmLärmbelastung durch Straßenverkehr
HochwasserÜberschwemmungsgebiete
StarkregenGefährdung bei Starkregen
SchutzgebieteNatur- und Landschaftsschutzgebiete

[BILD umwelt-01] Screenshot · Umweltkarte Hochwasser · Alt-Text: Umweltkarten

Standortkennwerte

KennwertEinheit
Höhe über NHNm
GlobalstrahlungkWh/(m²a)
Abweichung zum Mittel%
Jahresmitteltemperatur°C
Jahresniederschlagmm

Klima im Jahresverlauf

Monatsverläufe für Globalstrahlung, Temperatur und Niederschlag.

DatenQuelle
GlobalstrahlungPVGIS der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU (JRC)
Temperatur, NiederschlagOpen-Meteo

Was die Karten für die Planung bedeuten

KarteFolgen für den Entwurf
Straßen- und SchienenlärmGrundrisse orientieren (Schlafräume zur ruhigen Seite), Schallschutzfenster, ggf. Festsetzungen im Bebauungsplan
HochwasserBauen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist nur eingeschränkt zulässig; Erdgeschoss anheben, Untergeschosse kritisch prüfen
StarkregenGelände und Zugänge so planen, dass Wasser nicht ins Gebäude läuft; Tiefgaragenzufahrten schützen
SchutzgebieteEingriffe sind genehmigungspflichtig; frühzeitig mit der Naturschutzbehörde abstimmen

Standortkennwerte einordnen

  • Die Globalstrahlung liegt in Deutschland meist zwischen rund 950 und 1.250 kWh/(m²a). Höhere Werte bedeuten mehr PV-Ertrag und höhere solare Gewinne.
  • Die Jahresmitteltemperatur beeinflusst Heiz- und Kühlbedarf. Für die Energiebilanz nutzt PHAERO die Klimazone nach DIN/TS 18599.
  • Hohe Niederschläge erhöhen die Anforderungen an Dachentwässerung und Rückhaltung.
Hinweis: Die Karten dienen der ersten Einschätzung. Verbindlich sind die Karten und Auskünfte der zuständigen Behörden.
Kartenebenen wählen und Studie starten

In der Standortanalyse wählen Sie die Grundkarte und blenden Kataster und Grenzen ein. Von hier starten Sie die Machbarkeitsstudie.

Grundkarte

GrundkarteInhalt
StandardStraßenkarte
SchwarzplanGebäude schwarz auf weiß
DOPLuftbild (Digitales Orthophoto)

Überlagerungen

EbeneInhalt
ALKISLiegenschaftskarte
BundesländerLandesgrenzen
FlurstückeFlurstücksgrenzen; erscheinen erst beim Heranzoomen

[BILD karten-01] Screenshot · Kartenebenen · Alt-Text: Kartenebenen

Machbarkeitsstudie starten

Klicken Sie auf Machbarkeitsstudie starten. Ein Ladedialog lädt Gelände, Umgebungsbebauung, Luftbilder und Liegenschaftsdaten.

5
Machbarkeitsstudie
Die Machbarkeitsstudie im Überblick

In der Machbarkeitsstudie geben Sie links ein und lesen rechts ab. Vier Eingabe-Panels beschreiben Projekt, Grundstück, Gebäude und Außenanlagen. Fünf Ergebnis-Panels rechnen bei jeder Änderung neu.

Studie öffnen

Beim Start lädt PHAERO vier Datenquellen für den Standort:

DatenquelleInhalt
Geländedaten (DGM)Digitales Geländemodell
GebäudebestandUmgebungsbebauung mit Höhen
LuftbilderOrthofotos des Standorts
ALKIS-LiegenschaftsdatenFlurstücke und Grundstücksgrenzen

Sie können die Studie öffnen, bevor alle Daten geladen sind.

Aufbau der Oberfläche

[BILD studie-01] Annotierter Screenshot · Gesamtansicht mit nummerierten Bereichen · Alt-Text: Oberfläche der Machbarkeitsstudie

BereichInhalt
Oben linksEingabe-Panels Projekt, Grundstück, Gebäude, Außenanlagen
Oben MitteStandort › Variante › Bauwerk: was gerade gewählt ist
Oben rechtsErgebnis-Panels Energie, Kosten, Flächen, Bauteile, Ökobilanz sowie Bilder und Export
UntenWerkzeugleiste mit Rückgängig, Assets, Layer, Analysen, Ansichten und Kamera

Jeder Panel-Knopf schaltet sein Panel ein und aus.

[EMBED panel-konzept] Schema · Eingabe links, Ergebnis rechts

Das Projekt-Panel

  • Standort mit Grundstücksfläche
  • Gebäudeliste mit BGF und BRI
  • Außenanlagen mit Flächen
  • Ausgeblendete Objekte

Typischer Ablauf

  1. Grundstück prüfen und Grenzwerte eintragen.
  2. Gebäude anlegen und zeichnen.
  3. Kubatur, Nutzung, Bauteile und Technik einstellen.
  4. Außenanlagen ergänzen.
  5. Ergebnisse ablesen, Variante anlegen, vergleichen.

Wie Eingaben und Ergebnisse zusammenhängen

Jede Eingabe wirkt auf mehrere Ergebnisse. Die Übersicht hilft, gezielt an der richtigen Stelle zu ändern.

EingabeWirkt auf
Grundstück: Grenze, GRZ, GFZFlächen (Planungsrecht), Versiegelung
Gebäude: Kontur, Geschosse, DachFlächen, Kosten, Energie, Ökobilanz, Abstandsflächen
NutzungFlächenaufteilung, Energie (Nutzungsprofil), Kosten (Gebäudekategorie)
BauteileEnergie (U-Werte), Kosten, Ökobilanz
TechnikEnergie (End- und Primärenergie), Ökobilanz (Betrieb)
AußenanlagenVersiegelungsgrad

Standort, Variante, Bauwerk

Die Leiste oben in der Mitte zeigt, woran Sie gerade arbeiten. Ein Standort kann mehrere Varianten haben, eine Variante mehrere Bauwerke. Die Ergebnis-Panels beziehen sich auf die gewählte Variante; in jedem Panel wählen Sie zusätzlich, ob Sie die gesamte Variante oder ein einzelnes Gebäude sehen.

Tipps

  • Arbeiten Sie vom Groben ins Feine: zuerst Kubatur und Geschosse, dann Nutzung, zuletzt Bauteile und Technik.
  • Lassen Sie die Quick Results eingeblendet. So sehen Sie bei jeder Änderung sofort, wie sich die wichtigsten Kennwerte bewegen.
  • Legen Sie früh eine zweite Variante an, statt eine Variante immer weiter zu ändern. Nur so können Sie Entscheidungen später vergleichen.
In der 3D-Szene navigieren und auswählen

Sie bewegen sich mit der Maus durch die 3D-Szene, wählen Objekte per Klick und nehmen jeden Schritt mit Rückgängig zurück.

Kamera

AktionMaus
DrehenLinke Maustaste ziehen
VerschiebenRechte Maustaste ziehen
ZoomenMausrad

[EMBED maussteuerung] Grafik · Maus- und Tastenbelegung

Ansicht

Befehl in der unteren LeisteWirkung
Ansicht umschaltenWechselt zwischen Perspektive und Draufsicht
Nach Norden ausrichtenDreht die Kamera, sodass Norden oben liegt

Objekte auswählen

  • Klicken Sie ein Gebäude oder eine Außenanlage in der Szene an.
  • Oder wählen Sie es in den Listen des Projekt-Panels.
  • Die Auswahl steht oben im Pfad Standort › Variante › Bauwerk.
  • Ein Doppelklick auf ein Geschoss öffnet die Geschossbearbeitung.

[VIDEO navigation-01] Kurzvideo · Drehen, Verschieben, Zoomen, Auswahl · Alt-Text: In der Szene navigieren

Rückgängig und Wiederholen

Unten links in der Werkzeugleiste nehmen Sie mit Rückgängig den letzten Schritt zurück und stellen ihn mit Wiederholen wieder her.

Werkzeugleiste, Kontextmenüs und ausgeblendete Objekte

Die untere Leiste bündelt die Werkzeuge für Szene und Ansicht. Per Rechtsklick blenden Sie störende Umgebungsobjekte aus.

[BILD werkzeugleiste-01] Annotierter Screenshot · untere Leiste mit Nummern · Alt-Text: Werkzeugleiste

Untere Leiste

BefehlWirkung
Rückgängig, WiederholenLetzten Schritt zurücknehmen oder wiederherstellen
AssetsDarstellung von Fenstern, Bäumen und Außenanlagen ein- und ausschalten. Außenanlagen sind standardmäßig aus.
LayerLuftbild, Liegenschaftskarte, Raster und eigene Pläne
AnalysenSonnenstand, Abstandsflächen, Funktionseinheiten, Wohnkuben
AnsichtenKameraansichten speichern, große Szene, Szene neu verarbeiten
Ansicht umschaltenPerspektive oder Draufsicht
Nach Norden ausrichtenKamera nach Norden drehen

Kontextleiste bei ausgewähltem Gebäude

BefehlWirkung
Gebäude ausrichtenAn einer Grundstückskante oder einer Kante eines anderen Gebäudes ausrichten
Am höchsten Punkt ausrichtenErdgeschoss auf den höchsten Geländepunkt unter dem Gebäude
An allen Punkten ausrichtenErdgeschoss auf den niedrigsten Geländepunkt unter dem Gebäude
Gebäude duplizierenKopie mit allen Einstellungen
Gebäude löschenGebäude entfernen

Rechtsklick-Menüs

ObjektBefehl
BestandsgebäudeAusblenden
BestandsbaumBaum ausblenden

[BILD werkzeugleiste-02] Screenshot · Kontextmenü auf einem Bestandsgebäude · Alt-Text: Bestandsgebäude ausblenden

Ausgeblendete Objekte

Ausgeblendete Objekte stehen im Projekt-Panel unter Ausgeblendete Objekte. Dort stellen Sie sie einzeln wieder her.

Datenquellen anzeigen

DatenQuelle
Gelände (DGM) und Umgebungsgebäude (LOD2)basemap.de / BKG
Liegenschaftskataster und Luftbilder© GeoBasis-DE / Vermessungsverwaltung des Landes
Bäume und Vegetation© PHAERO
Analysen: Sonnenstand, Abstandsflächen, Funktionseinheiten, Wohnkuben

Analysen legen sich als Farbe oder Schatten über die Szene und zeigen auf einen Blick, wo der Entwurf an Grenzen stößt. Sie schalten jede Analyse in der unteren Leiste unter Analysen einzeln ein.

Sonnenstand und Tageslichtsimulation

Der Sonnenstand öffnet die Tageslichtsimulation. Sie wählen eine Jahreszeit (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) oder ein Datum sowie die Uhrzeit. PHAERO zeigt Sonnenauf- und -untergang und den Schattenwurf. Mit Abspielen läuft der Tagesverlauf ab.

[VIDEO sonnenstand-01] Kurzvideo · Tagesverlauf abspielen · Alt-Text: Schattenwurf im Tagesverlauf

Typische Fragen an die Tageslichtsimulation:

  • Verschattet der Neubau Nachbargebäude oder Spielflächen, z. B. am 21. März oder im Winter?
  • Welche Fassaden erhalten wie lange Sonne? Das ist ein Hinweis für Sonnenschutz und Grundrissorientierung.
  • Liegen die Dachflächen für Photovoltaik im Schatten höherer Nachbarn?

Abstandsflächen

Zeigt die Abstandsflächen der Gebäude nach den Regeln aus dem Register Baurecht. Überschneidungen mit Grundstücksgrenze oder anderen Gebäuden sehen Sie direkt in der Szene.

[BILD analysen-02] Screenshot · Abstandsflächen in der Szene · Alt-Text: Abstandsflächen-Analyse

  • Abstandsflächen von Gebäuden auf demselben Grundstück dürfen sich in der Regel nicht überdecken.
  • Ob die Abstandsfläche über die Grundstücksgrenze reichen darf, hängt vom Landesrecht ab, z. B. bis zur Mitte einer öffentlichen Verkehrsfläche.

Funktionseinheiten

Färbt die Gebäude nach ihren Funktionseinheiten aus dem Register Nutzung.

[BILD analysen-03] Screenshot · Funktionseinheiten-Farben mit Legende · Alt-Text: Funktionseinheiten-Analyse

So prüfen Sie Mischnutzungen auf einen Blick: Liegen Gewerbe und Wohnen in den Geschossen, in denen Sie sie erwarten? Passt die Verteilung zum Raumprogramm?

Wohnkuben

Stellt die Wohnkuben der Gebäude als farbige Volumen dar.

[BILD analysen-04] Screenshot · Wohnkuben-Analyse mit Legende · Alt-Text: Wohnkuben-Analyse

[PRÜFEN] Bedeutung der Farben bei den Wohnkuben und Legende beschreiben.

Tipps

  • Schalten Sie nur eine Analyse gleichzeitig ein, sonst überlagern sich die Farben.
  • Für Präsentationen eignen sich Sonnenstand und Funktionseinheiten gut als Bild oder Ansicht.
  • Speichern Sie eine Ansicht mit eingeschalteter Analyse, um sie später schnell wieder aufzurufen.
Ansichten speichern und Szene verwalten

Gespeicherte Ansichten halten Kamerapositionen fest. Über dasselbe Menü vergrößern Sie die Szene oder laden sie neu.

[BILD ansichten-01] Screenshot · Menü Ansichten · Alt-Text: Menü Ansichten

Ansicht speichern

  1. Stellen Sie die Kamera ein.
  2. Öffnen Sie in der unteren Leiste Ansichten.
  3. Wählen Sie Aktuelle Ansicht speichern und vergeben Sie einen Namen.

Ansichten gelten für den Standort, also für alle Varianten. So vergleichen Sie Varianten aus derselben Perspektive. Auch das Visualisierungsstudio nutzt gespeicherte Ansichten.

Ansicht aufrufen

Klicken Sie im Menü Ansichten auf eine gespeicherte Ansicht.

Szene verwalten

BefehlWirkung
Große SzeneLädt die Umgebung in 9 × 9 = 81 Kacheln statt der Standardgröße. Die Ladezeit steigt.
Szene neu verarbeitenLädt und verarbeitet die Umgebungsdaten des Standorts erneut.
Axonometrische DarstellungSchaltet von perspektivischer auf axonometrische Darstellung.
Layer, Bauleitpläne und Projektdokumente

Über Layer blenden Sie Kartengrundlagen ein und legen eigene Pläne maßstabsgerecht in die Szene.

Standard-Layer

LayerInhalt
LuftbildOrthofoto des Standorts
Liegenschaftskarte (ALKIS)Flurstücke und Gebäude aus dem Kataster
RasterHilfsraster mit einstellbaren Optionen

Eigenen Plan hinzufügen

  1. Öffnen Sie in der unteren Leiste Layer und wählen Sie Neuen Layer hinzufügen.
  2. Laden Sie den Plan hoch, z. B. einen Bebauungsplan.
  3. Richten Sie den Plan aus und skalieren Sie ihn, bis er auf der Liegenschaftskarte passt.

[VIDEO layer-01] Kurzvideo · Plan einpassen · Alt-Text: Plan als Layer ausrichten

Hinweis: Bebauungspläne können Sie im Register Baurecht auch als PDF oder über einen XPlanung-Server einbinden.

Sichtbarkeit

Jeder Layer lässt sich einzeln ein- und ausblenden.

Plan genau einpassen

  • Wählen Sie zum Ausrichten zwei Punkte, die auf Plan und Liegenschaftskarte gut erkennbar sind, z. B. Flurstücksecken oder Gebäudeecken. Je weiter die Punkte auseinanderliegen, desto genauer wird der Maßstab.
  • Prüfen Sie nach dem Einpassen eine dritte Stelle. Liegt sie daneben, ist der Plan verzerrt gescannt oder nicht maßstäblich.
  • Pläne aus PDF oder Scan sind nur so genau wie ihre Vorlage. Für verbindliche Maße gilt der Plan der Kommune im Original.

PDF, Layer oder XPlanung?

WegErgebnisWann sinnvoll
Plan als LayerBild maßstäblich in der SzenePläne aller Art als Zeichengrundlage, z. B. Lageplan, Bestandsplan
Bebauungsplan als PDF im Register BaurechtDokument am ProjektPlan nachlesen, Festsetzungen manuell übernehmen
XPlanung-ServerPlan aus dem Dienst der KommuneKommune stellt Pläne im Standard XPlanung bereit

XPlanung ist der verbindliche Standard für den Austausch von Bauleitplänen in Deutschland. Viele Kommunen stellen ihre Pläne inzwischen über Geodienste bereit; die Abdeckung ist aber noch lückenhaft.

[PRÜFEN] Ablauf beim Abruf über XPlanung (Auswahl des Dienstes, was in der Szene erscheint, ob Festsetzungen übernommen werden) beschreiben.

Varianten anlegen, kopieren und umbenennen

Eine Variante ist ein eigener Entwurf am selben Standort. Grundstück und Umgebung teilen sich alle Varianten; Gebäude und Außenanlagen gehören zur Variante.

[EMBED varianten-schema] Schema · ein Standort mit mehreren Varianten

Neue Variante

  1. Klicken Sie oben in der Mitte auf Variante ▾.
  2. Wählen Sie Neue Variante.
  3. Geben Sie einen Namen ein. Vorbelegt sind Datum und Uhrzeit.
  4. Wählen Sie Bebauung übernehmen, um die aktuelle Variante als Ausgangspunkt zu nutzen, oder Ohne Bebauung starten.
Hinweis: Markieren Sie den vorbelegten Namen, bevor Sie tippen. Sonst wird Ihre Eingabe angehängt.

[BILD varianten-01] Screenshot · Dialog Neue Variante · Alt-Text: Neue Variante anlegen

Variante wechseln

Öffnen Sie Variante ▾ und klicken Sie auf die gewünschte Variante.

Umbenennen, duplizieren, löschen

In der Variantenliste öffnet Weitere Aktionen je Variante die Befehle Umbenennen, Duplizieren und Löschen.

Varianten vergleichen

Das Projekt-Dashboard zeigt je Standort die Anzahl der Varianten. Im Variantenvergleich stellen Sie Varianten nebeneinander.

Tastaturkürzel

PHAERO zeigt die Mac-Symbole. Unter Windows gilt: ⌥ = Alt, ⌃ = Strg, ⌘ = Strg.

Allgemein

TasteWirkung
⇧Winkelfang
⌥ + KlickFassade auswählen
ESCAktuelle Aktion abbrechen

Gebäude zeichnen

TasteWirkung
⇧Winkelfang ausschalten
⌃Fangen an Kanten und Punkten ignorieren
⌫Letzten Punkt entfernen
↵Polygon abschließen
ESCZeichnen abbrechen
⇥CAD-Eingabe öffnen

CAD-Eingabe

TasteWirkung
⇥Zwischen Länge und Winkel wechseln
↑ / ↓Wert schrittweise ändern
↵Punkt setzen
ESCCAD-Eingabe beenden

Geschoss bearbeiten

TasteWirkung
⇧ + ZiehenKante parallel verschieben
⌃ + KlickEckpunkt löschen
↵Änderungen bestätigen
ESCAlle Änderungen verwerfen

Innenhof

TasteWirkung
↵Innenhof bestätigen
⌫Letzten Punkt entfernen
ESCInnenhof-Modus beenden
Hinweis: Das Hinweis-Overlay mit den Kürzeln in der 3D-Ansicht schalten Sie in den Kontoeinstellungen unter Präferenzen ab.
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Grundstück & Aussenanlagen
Grundstück bearbeiten und Kennzahlen lesen

PHAERO übernimmt die Grundstücksgrenze beim Anlegen des Standorts aus dem Liegenschaftskataster (ALKIS). Sie können die Grenze anpassen. Das Panel Grundstück zeigt sofort, wie Ihre Bebauung die zulässigen Kennzahlen ausschöpft.

Woher die Grundstücksgrenze kommt

Die Grenze entsteht aus den Flurstücken, die Sie beim Anlegen des Standorts gewählt haben. Ein eigenes Zeichnen oder ein Import der Grenze ist nicht vorgesehen; Sie passen die übernommene Grenze an.

Grundstück bearbeiten

  1. Öffnen Sie oben links das Panel Grundstück.
  2. Klicken Sie auf das Stift-Symbol Grundstück bearbeiten.
  3. Verschieben Sie Eckpunkte oder Kanten in der Szene.
  4. Übernehmen Sie die Änderung mit Bestätigen oder verwerfen Sie sie mit Abbrechen.

[VIDEO grundstueck-02] Kurzvideo · Eckpunkt der Grundstücksgrenze verschieben · Alt-Text: Grundstück bearbeiten

Hinweis: Eine geänderte Grenze wirkt sich auf alle Kennzahlen aus, die sich auf die Grundstücksfläche beziehen, und auf die Grundstücks-Abstandsflächen.

Kennzahlen im Panel

[BILD grundstueck-01] Annotierter Screenshot · Panel Grundstück mit nummerierten Kennzahlen · Musterprojekt · Alt-Text: Panel Grundstück

Flächen

KennzahlBedeutung
Grundstücksfläche (GF)Fläche innerhalb der Grundstücksgrenze.
Bebaute Fläche (BF)Von Gebäuden überdeckte Fläche.
Unbebaute Fläche (UF)Grundstücksfläche minus bebaute Fläche.

Planungsrecht und tatsächliche Kennzahlen

FeldHerkunftBedeutung
GRZ1 (Grenzwert)Ihre Eingabe aus dem BebauungsplanZulässige Grundflächenzahl.
GFZ (Grenzwert)Ihre Eingabe aus dem BebauungsplanZulässige Geschossflächenzahl.
GRZ1 (tatsächlich)berechnetBebaute Fläche geteilt durch Grundstücksfläche.
GFZ (tatsächlich)berechnetGeschossfläche der Gebäude geteilt durch Grundstücksfläche.
ZberechnetZahl der Vollgeschosse.

Jede Änderung am Grundstück oder an einem Gebäude aktualisiert die tatsächlichen Kennzahlen sofort. So sehen Sie während des Entwurfs, wie viel Spielraum der Bebauungsplan noch lässt.

Hinweis: Gelten die Grenzwerte nur für einen Teil des Grundstücks, legen Sie dafür einen Geltungsbereich an.

Katasterdaten und Bodenrichtwert

Aufklappbar zeigt das Panel die Katasterdaten des Grundstücks: Gemeinde, Gemarkung, Flur und Flurstück. Außerdem steht dort der Bodenrichtwert mit Nutzung, Zone, Stichtag und Quelle.

Geltungsbereiche anlegen

Ein Geltungsbereich grenzt die Fläche ein, für die bestimmte Grenzwerte des Bebauungsplans gelten. PHAERO berechnet die tatsächlichen Kennzahlen dann je Bereich, sodass Sie jeden Bereich getrennt gegen seine Vorgaben prüfen.

Wann Sie einen Geltungsbereich brauchen

  • Der Bebauungsplan setzt für Teile des Grundstücks unterschiedliche GRZ oder GFZ fest.
  • Nur ein Teil des Grundstücks liegt im Plangebiet.

Geltungsbereich zeichnen

  1. Öffnen Sie im Panel Grundstück den Bereich Geltungsbereiche.
  2. Wählen Sie Skizze für ein beliebiges Polygon oder Rechteck.
  3. Skizze: Klicken Sie die Eckpunkte in die Szene und schließen Sie mit ↵. Rechteck: Setzen Sie mit zwei Klicks eine Kante und mit dem dritten Klick die Tiefe.
  4. Tragen Sie die Grenzwerte aus dem Bebauungsplan für diesen Bereich ein.

[VIDEO geltungsbereich-01] Kurzvideo · Geltungsbereich als Rechteck mit drei Klicks · Alt-Text: Geltungsbereich zeichnen

Achtung: Der Geltungsbereich muss vollständig innerhalb des Grundstücks liegen. Ragt er darüber hinaus, zeigt PHAERO einen Validierungsfehler; passen Sie dann die Eckpunkte an.

Kennzahlen je Bereich

Für jeden Geltungsbereich zeigt das Panel die Grenzwerte und die tatsächlichen Werte für GRZ1, GFZ und Z. Gebäude zählen zu dem Bereich, in dem sie stehen.

[BILD geltungsbereich-02] Screenshot · Kennzahlen je Geltungsbereich · Alt-Text: Kennzahlen eines Geltungsbereichs

Baurecht: Bebauungsplan, Abstandsflächen, Dachregeln

Im Register Baurecht binden Sie den Bebauungsplan ein und stellen ein, nach welchen Regeln PHAERO die Abstandsflächen ermittelt. Die Regeln richten sich nach dem Bundesland des Standorts.

Achtung: PHAERO unterstützt die Planung, ersetzt aber keine Prüfung nach der Landesbauordnung und keine Rechtsberatung. Prüfen Sie die Ergebnisse vor Entscheidungen.

Bebauungsplan einbinden

Sie haben zwei Wege:

WegWann sinnvoll
PDF hochladen (höchstens 50 MB)Der Plan liegt Ihnen als Datei vor, z. B. aus dem Ratsinformationssystem oder vom Planungsamt.
Über einen XPlanung-Server abrufenDie Kommune stellt den Plan im Standard XPlanung über einen Dienst bereit.

[BILD baurecht-03] Screenshot · Bebauungsplan einbinden: PDF oder XPlanung · Alt-Text: Bebauungsplan einbinden

Die Grenzwerte wie GRZ und GFZ tragen Sie im Panel Grundstück ein.

Einstellungen Baurecht

Der Dialog Einstellungen Baurecht – Abstandsflächen & Dachregeln zeigt oben das Bundesland. Es ergibt sich aus dem Standort und ist nicht wählbar.

[BILD baurecht-01] Screenshot · Dialog Einstellungen Baurecht · Alt-Text: Einstellungen Baurecht

Grundstücks-Abstandsflächen

FeldBedeutung
Modus AllgemeinEin Abstand in m gilt für alle Grundstückskanten.
Modus DetailliertJe Grundstückskante (Kante 1 … n) ein eigener Abstand in m.

Bauwerks-Abstandsflächen

FeldBedeutung
Gelände-BasisBestand oder Geplant: auf welches Gelände sich die Wandhöhe bezieht.
HöhenfaktorFaktor, mit dem die Wandhöhe die Tiefe der Abstandsfläche ergibt.

Dachregeln (Projekt-Vorgabe)

FeldBedeutung
MindestwinkelDachneigungen, ab denen das Dach anteilig zur Wandhöhe zählt, z. B. 30° und 45°.
DachfaktorAnteil der Dachhöhe, der zur Wandhöhe gerechnet wird, z. B. 0,33 bzw. 0,25.
GiebelmethodeGeometrisch oder über die mittlere Wandhöhe.

Die Abstandsflächen lassen sich je Bereich abschalten.

[EMBED abstandsflaeche] Interaktiv · Höhenfaktor und Dachfaktor ändern und Tiefe der Abstandsfläche ablesen

Wie die Tiefe der Abstandsfläche entsteht

Die Landesbauordnungen bemessen die Tiefe der Abstandsfläche aus der Wandhöhe H. Die Wandhöhe reicht vom Gelände bis zum Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut oder bis zum oberen Abschluss der Wand. Dächer zählen je nach Neigung anteilig dazu.

T = max( Faktor · H ; Mindestabstand )

In den meisten Ländern beträgt der Faktor 0,4 H, mindestens 3 m; in Gewerbe- und Industriegebieten gelten oft geringere Faktoren. Einige Länder weichen davon ab. PHAERO belegt die Werte aus dem Bundesland vor.

Beispiel

Eine Wand ist 10 m hoch, darauf sitzt ein Satteldach mit 40° Neigung und 4 m Höhe. Bei einem Dachfaktor von 0,33 für Neigungen über 30° zählen 4 m · 0,33 ≈ 1,3 m zur Wandhöhe. H = 11,3 m, die Abstandsfläche ist 0,4 · 11,3 m ≈ 4,5 m tief.

Die Werte im Beispiel dienen der Veranschaulichung. Welche Faktoren gelten, steht in der Landesbauordnung des Standorts.

Faktor je Bauwerk

Die Faktoren sind kaskadiert: Die Projekt-Vorgabe gilt für alle Gebäude, bis Sie für ein einzelnes Bauwerk einen eigenen Abstandsflächen-Faktor setzen. Dieser überschreibt dann die Vorgabe.

Abstandsflächen in der Szene

Schalten Sie in der unteren Leiste unter Analysen die Analyse Abstandsflächen ein. PHAERO zeigt die Flächen nach den hier eingestellten Regeln.

[BILD baurecht-02] Screenshot · Abstandsflächen in der Szene · Alt-Text: Abstandsflächen-Analyse

Typische Fragen

FrageAntwort
Die Abstandsfläche ragt über die Grenze. Ist der Entwurf unzulässig?Nicht unbedingt. Abstandsflächen dürfen in der Regel bis zur Mitte öffentlicher Verkehrsflächen reichen, und Baulasten oder Festsetzungen im Bebauungsplan können abweichen. Prüfen Sie den Einzelfall.
Warum ist die Abstandsfläche an der Hangseite tiefer?Die Wandhöhe wird vom Gelände aus gemessen. Liegt das Gelände tiefer, ist die Wand höher. Prüfen Sie, ob Bestand oder geplantes Gelände maßgeblich ist.
Wann nutze ich den Modus Detailliert?Wenn an einzelnen Grundstückskanten andere Abstände gelten, etwa an einer Straße mit Baulinie oder an einer Grenzbebauung.
Gelten die Dachregeln für Staffelgeschosse?Staffelgeschosse sind eigene Wände mit eigener Wandhöhe. Ihre Abstandsfläche ergibt sich aus ihrer Lage zur Außenwand.

[PRÜFEN] Antwort zu Staffelgeschossen mit der Berechnung in PHAERO abgleichen.

Wege, Flächen und Bäume anlegen

Außenanlagen zeichnen Sie als Pfade, Flächen oder Einzelobjekte in die Szene. Sie gehen in den Versiegelungsgrad und in die Darstellung ein.

[BILD aussenanlagen-01] Screenshot · Panel Außenanlagen mit den Registern Pfade, Flächen, Objekte · Alt-Text: Panel Außenanlagen

Hinweis: Die Darstellung der Außenanlagen in der Szene ist standardmäßig ausgeschaltet. Schalten Sie sie in der unteren Leiste unter Assets › Aussenanlagen ein, sonst sehen Sie gezeichnete Wege und Flächen nicht.

Pfade

Geben Sie die Breite vor und zeichnen Sie den Pfad dann als Linie in die Szene.

PfadEinstellungen
WegBreite, Vorgabe 1,2 m
StraßeBreite, Vorgabe 3 m
BaumreiheBaumart (Laubbaum, Nadelbaum, Gemischt), Höhe, Vorgabe 10 m

Flächen

Wählen Sie die Flächenart und zeichnen Sie ein Polygon. ↵ schließt die Fläche.

FlächenartHinweis
RasenGrünfläche
Parkplatzzählt als versiegelt
Vorplatzzählt als versiegelt
Wasserflächezählt nicht als versiegelt
Versiegelte Flächezählt als versiegelt
Waldflächemit Baumart und Höhe

Objekte

Wählen Sie Baum, stellen Sie Baumart und Höhe ein und platzieren Sie den Baum per Klick in der Szene. ESC beendet das Platzieren.

Pfade nachträglich bearbeiten

Klicken Sie einen Pfad an. Unten öffnet sich eine Leiste:

EinstellungWirkung
LinienführungLinienzug mit Eckenradius oder Freiform-Kurve
Eckenradiuseckig, 1 m, 5 m, 10 m oder freier Wert
Eckpunkte bearbeitenVerlauf des Pfads ändern

[VIDEO aussenanlagen-02] Kurzvideo · Weg zeichnen und Eckenradius ändern · Alt-Text: Weg anlegen und abrunden

Übersicht im Projekt-Panel

Das Projekt-Panel listet die Außenanlagen mit ihrer Fläche, z. B. Wege 63 m² oder Grünfläche 444 m².

Hinweis: Die Kosten der Außenanlagen (KG 500) ermittelt PHAERO aus statistischen Kennwerten aus ausgewerteten Bauprojekten. Gezeichnete Außenanlagen ändern diesen Wert nicht.
Bestandsbäume prüfen und anpassen

PHAERO erkennt vorhandene Bäume automatisch aus Luftbildern und setzt sie in die Szene. Prüfen Sie den Bestand, bevor Sie planen, und passen Sie ihn an, wo die Erkennung nicht zur Situation vor Ort passt.

Woher die Bäume kommen

Unter Datenquellen anzeigen ist die Quelle genannt: Bäume & Vegetation © PHAERO. Die Erkennung beruht auf Luftbildern und kann einzelne Bäume übersehen oder falsch einordnen.

Baum ausblenden

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Baum in der Szene.
  2. Wählen Sie Baum ausblenden.

[BILD bestandsbaeume-01] Screenshot · Kontextmenü auf einem Bestandsbaum · Alt-Text: Baum ausblenden

Ausgeblendete Bäume wiederherstellen

Ausgeblendete Bäume erscheinen im Projekt-Panel unter Ausgeblendete Objekte. Dort stellen Sie jeden einzeln wieder her.

[BILD bestandsbaeume-02] Screenshot · Projekt-Panel, Ausgeblendete Objekte · Alt-Text: Ausgeblendete Objekte

Hinweis: Eigene, geplante Bäume legen Sie im Panel Außenanlagen an.

Warum der Baumbestand früh zählt

  • Bäume beeinflussen die Lage des Gebäudes: Kronen und Wurzelbereiche sollten nicht überbaut werden. Als Faustregel gilt der Kronentraufbereich plus 1,5 m als zu schützender Wurzelbereich (DIN 18920).
  • Viele Städte haben Baumschutzsatzungen. Für das Fällen geschützter Bäume ist eine Genehmigung nötig, oft mit Ersatzpflanzungen.
  • Bäume verschatten Fassaden und Dachflächen. Das wirkt auf Tageslicht und PV-Ertrag.

Bestand prüfen

  1. Blenden Sie das Luftbild ein und vergleichen Sie die erkannten Bäume mit dem Bild.
  2. Blenden Sie Bäume aus, die nicht mehr existieren oder falsch erkannt wurden.
  3. Prüfen Sie Größe und Lage der Bäume, die nahe am geplanten Gebäude stehen.
  4. Klären Sie geschützte Bäume mit der Kommune oder mit einem Baumgutachten.

[PRÜFEN] Beschreiben, wie Größe, Kronendurchmesser oder Position eines Bestandsbaums angepasst werden.

Versiegelungsgrad und Grünflächenanteil

PHAERO berechnet laufend, welcher Anteil des Grundstücks versiegelt ist. Unbebaute Fläche gilt dabei als Grünfläche, bis Sie sie mit einer versiegelten Außenanlage belegen.

Anzeige im Panel

Das Panel Außenanlagen zeigt den Versiegelungsgrad in % und den Grünflächenanteil in %. Beide ergeben zusammen 100 %.

Rechenweg

Versiegelungsgrad = versiegelte Fläche / Grundstücksfläche

Grünflächenanteil = 100 % − Versiegelungsgrad

Versiegelte Fläche ist die Summe aus bebauter Fläche und allen Außenanlagen, die als versiegelt gelten.

Was als versiegelt zählt

ElementWirkung auf den Versiegelungsgrad
Gebäude (bebaute Fläche)erhöht
Wege und Straßenerhöhen
Parkplatzerhöht
Vorplatzerhöht
Versiegelte Flächeerhöht
Wasserflächekeine Erhöhung, zählt nicht als versiegelt
Rasenkeine Änderung, die Fläche zählt bereits als grün
Unbebaute Fläche ohne Außenanlagezählt als Grünfläche

Beispiel

Ein Grundstück mit zwei Gebäuden und einem Weg hat 41 % Versiegelung und 59 % Grünflächenanteil. Eine zusätzliche Rasenfläche von 444 m² ändert daran nichts. Ein Parkplatz von 814 m² erhöht die Versiegelung auf 60 %.

[EMBED versiegelung] Interaktiv · Flächenarten zuordnen und Versiegelungsgrad ablesen

Hinweis: Der Versiegelungsgrad wirkt nicht auf die Kosten der Außenanlagen (KG 500); diese stammen aus statistischen Kennwerten aus ausgewerteten Bauprojekten.

Abgrenzung zur GRZ

Versiegelungsgrad und Grundflächenzahl sind verwandt, aber nicht dasselbe. Die GRZ nach § 19 BauNVO zählt die Grundfläche baulicher Anlagen. Garagen, Stellplätze mit Zufahrten und Nebenanlagen gehen in die erweiterte Grundfläche (oft GRZ2 genannt) ein, die die zulässige GRZ in der Regel um bis zu 50 % überschreiten darf, höchstens bis 0,8. Der Versiegelungsgrad zeigt dagegen den Anteil aller versiegelten Flächen.

Wofür Sie den Wert brauchen

  • Viele Bebauungspläne und Satzungen begrenzen die Versiegelung oder fordern einen Mindestanteil an Grün.
  • Kommunen berechnen Niederschlagswassergebühren häufig nach der versiegelten Fläche.
  • Für das Regenwassermanagement bestimmt die versiegelte Fläche, wie viel Wasser abgeleitet oder zurückgehalten werden muss.

Stellschrauben

  • Stellplätze in eine Tiefgarage oder ein Parkhaus verlegen.
  • Wege und Plätze kompakt halten und Zufahrten bündeln.
  • Wasserflächen und Rasen statt befestigter Flächen, wo es die Nutzung zulässt.
7
Gebäude
Gebäude zeichnen: Skizze, Rechteck, CAD-Eingabe

Ein Gebäude entsteht in zwei Schritten: Sie legen es mit Name und Klassifikation an und zeichnen danach seine Grundfläche in die 3D-Szene. Für exakte Maße geben Sie Längen und Winkel direkt per Tastatur ein.

Voraussetzungen

  • Die Machbarkeitsstudie ist geöffnet und die Szene geladen.

Gebäude anlegen

  1. Öffnen Sie oben links das Panel Gebäude und klicken Sie auf + Neu.
  2. Geben Sie im Dialog Gebäude erstellen einen Gebäudenamen ein, z. B. „Hauptgebäude“.
  3. Wählen Sie die Klassifikation. Die Liste ist durchsuchbar und enthält rund 70 Bauwerkskategorien; vorbelegt ist „Büro- und Verwaltungsgebäude“.
  4. Klicken Sie auf Bestätigen. Der Zeichenmodus startet.

[BILD gebaeude-zeichnen-01] Screenshot · Dialog „Gebäude erstellen“ mit Name und Klassifikation · Musterprojekt · Alt-Text: Dialog Gebäude erstellen

Hinweis: Die Klassifikation belegt die Gebäudekategorie, die TGA-Nutzung und weitere Rechenannahmen vor. Sie können diese später unter Nutzung › Erweiterte Nutzungseinstellungen anpassen.

Grundfläche zeichnen

Wählen Sie zwischen Skizze (beliebiges Polygon) und Rechteck.

  • Skizze: Klicken Sie die Eckpunkte nacheinander in die Szene. ↵ schließt das Polygon.
  • Rechteck: Ziehen Sie das Rechteck in der Szene auf.
TasteWirkung
⇧Winkelfang ausschalten
⌃ (Windows: Strg)Fangen an Kanten und Punkten ignorieren
⌫Letzten Punkt entfernen
↵Polygon abschließen
ESCZeichnen abbrechen

[VIDEO gebaeude-zeichnen-02] Kurzvideo · Rechteck in der Szene aufziehen · Alt-Text: Rechteckiges Gebäude zeichnen

Maßgenau zeichnen mit der CAD-Eingabe

  1. Setzen Sie den ersten Punkt per Klick.
  2. Drücken Sie ⇥. Am Mauszeiger erscheinen die Felder L (Länge in m) und W (Winkel in °).
  3. Tippen Sie die Länge ein, wechseln Sie mit ⇥ zum Winkel und tippen Sie ihn ein. Mit ↑ und ↓ verändern Sie den Wert schrittweise.
  4. Drücken Sie ↵, um den Punkt zu setzen. Wiederholen Sie das für jede Kante.
  5. Beenden Sie die CAD-Eingabe mit ESC und schließen Sie das Polygon mit ↵.

Der Winkel W ist die Richtungsänderung gegenüber der vorherigen Kante, kein absoluter Winkel. Beispiel: 30 m / 0°, dann 15 m / 90°, dann 30 m / 90° ergibt ein Rechteck von 30 × 15 m mit 450 m² BGF.

[EMBED cad-eingabe] Animation · Länge und Winkel eingeben, Richtungsänderung je Kante

Ergebnis

Das neue Gebäude hat ein Geschoss. Es erscheint im Projekt-Panel in der Gebäudeliste mit BGF und BRI, und alle Ergebnis-Panels rechnen sofort neu.

Gebäude auswählen und ausrichten

Sie wählen ein Gebäude per Klick in der Szene oder über die Gebäudeliste im Projekt-Panel. Unten in der Werkzeugleiste erscheinen dann diese Befehle:

BefehlWirkung
Gebäude ausrichtenRichtet das Gebäude an einer Kante aus: erst Grundstückskante oder Kante eines anderen Gebäudes wählen, dann die Gebäudekante.
Am höchsten Punkt ausrichtenSetzt das Erdgeschoss auf den höchsten Geländepunkt unter dem Gebäude – kein Punkt liegt im Gelände.
An allen Punkten ausrichtenSetzt das Erdgeschoss auf den niedrigsten Geländepunkt unter dem Gebäude – kein Punkt schwebt über dem Gelände.
Gebäude duplizierenLegt eine Kopie mit allen Einstellungen an.
Gebäude löschenEntfernt das Gebäude aus der Variante.

Tipps

  • Mit Rückgängig unten links nehmen Sie jeden Schritt zurück.
  • Weitere Geschosse, Höhen und Dach legen Sie im Register Kubatur fest.
Kubatur: alle Felder

Im Register Kubatur bestimmen Sie Höhe, Geschosse und Dach eines Gebäudes. Jedes Feld folgt einer festen Definition; dieselben Erklärungen finden Sie in PHAERO am Info-Symbol neben dem Feld.

[BILD kubatur-01] Annotierter Screenshot · Register Kubatur mit Nummern 1–6 · Musterprojekt Gebäude A · Alt-Text: Register Kubatur mit allen Feldern

Kopfzeile

AktionWirkung
Gebäude umbenennenÄndert den Namen in Liste und Auswertungen.
Als Gebäudetyp speichernSpeichert Geometrie und Konfiguration als wiederverwendbaren Typ.
Gebäude duplizierenLegt eine Kopie an.
Gebäude löschenEntfernt das Gebäude.

Dach

FeldBedeutung
DachflächeEinstellung für alle Dachflächen oder für eine einzelne (z. B. Dachfläche 1).
DachformFlachdach, Pultdach, Satteldach, Walmdach oder Individuell. Bezieht sich auf das Dach der obersten Etage.
NeigungBei Schrägdächern, in Grad (Vorgabe 15°).
TraufhöheBei Schrägdächern; „auto“ ermittelt sie aus der Geometrie.
FirstBei Schrägdächern: Firstrichtung mit Rotieren drehen.
DachrandJe Flachdachfläche: Attika, Glasgeländer oder keiner – auch für Terrassen tieferer Geschosse.
Hinweis: Die Dachform beeinflusst Traufhöhe und Gebäudehöhe und damit Abstandsflächen, Flächen und Kosten.

Höhen

FeldEinheitDefinition
Gebäudereferenzpunktm ü. NHNOberkante Fertigfußboden (OKFFB) des Erdgeschosses.
Gebäudehöhem ü. NHN und m über GeländeHöchster Punkt des Gebäudes: Oberkante oberstes Geschoss plus Attika bzw. First. Bezug ist das mittlere Gelände an den Außenecken des Erdgeschosses. Untergeschosse zählen nicht.

Beispiel: Zwei Regelgeschosse mit je 3 m und Attika ergeben 6,4 m Gebäudehöhe.

Geschosse

FeldBedeutung
Regelgeschosse – HöheGeschosshöhe von OKFFB zu OKFFB bzw. bis zum oberen Abschluss.
Regelgeschosse – AnzahlAnzahl oberirdischer Geschosse. Mehr Geschosse kopieren das oberste Geschoss.
Untergeschosse – Höhe und AnzahlGeschosse unter dem Erdgeschoss.

Geschosstabelle

Die Tabelle listet jedes Geschoss mit BGF, NRF und BRI nach DIN 277 sowie seiner Höhe. Mit ± ändern Sie die Höhe einzeln; über die Symbole am Zeilenende duplizieren oder entfernen Sie ein Geschoss. Ein Klick auf die Zeile öffnet den Geschoss-Fokus.

[EMBED gebaeudehoehe] Schnitt · Referenzpunkt, Geschosshöhen, Dachrand und Gebäudehöhe zum Anklicken

Was die Kubatur beeinflusst

ÄnderungAuswirkung
GeschosshöheBRI, Fassadenfläche, Wandhöhe für Abstandsflächen, Kosten der Außenwände
Anzahl RegelgeschosseBGF, GFZ, Zahl der Vollgeschosse, Gebäudehöhe, ggf. Hochhausgrenze
UntergeschosseBGF und Kosten; nicht GFZ und Gebäudehöhe
DachformTraufhöhe, Gebäudehöhe, Dachfläche für PV, Abstandsflächen

Tipps

  • Geschosshöhe realistisch wählen: Büro meist 3,5–4,0 m, Wohnen 2,8–3,0 m, Erdgeschoss mit Gewerbe oft höher. Zu niedrige Geschosshöhen unterschätzen Fassade und Kosten.
  • Hochhausgrenze im Blick behalten: Liegt der Fußboden eines Aufenthaltsraums mehr als 22 m über Gelände, gelten deutlich strengere Anforderungen.
  • Abweichende Geschosse, etwa ein höheres Erdgeschoss, stellen Sie in der Geschosstabelle einzeln ein, nicht über die Regelhöhe.
  • Für PV ein Flachdach oder ein nach Süden geneigtes Pultdach prüfen: Die Dachfläche bestimmt die mögliche Peak-Leistung.

Begriffe

  • BGF Brutto-Grundfläche, NRF Netto-Raumfläche, BRI Brutto-Rauminhalt – jeweils nach DIN 277.
  • NHN Normalhöhennull, amtlicher Höhenbezug in Deutschland.
  • OKFFB Oberkante Fertigfußboden.
Geschosse hinzufügen, duplizieren und übernehmen

Neue Geschosse entstehen als Kopie des obersten Geschosses, inklusive Innenhof. Einzelne Geschosse können Sie danach angleichen oder abweichend formen.

Anzahl der Regelgeschosse ändern

  1. Wählen Sie das Gebäude und öffnen Sie Gebäude › Kubatur.
  2. Ändern Sie bei Regelgeschosse die Anzahl und bestätigen Sie mit ↵.

Zusätzliche Geschosse übernehmen Kontur und Innenhof des obersten Geschosses. Weniger Geschosse entfernen die oberen.

Einzelnes Geschoss duplizieren oder entfernen

In der Geschosstabelle hat jede Zeile die Symbole Geschoss duplizieren und Geschoss entfernen. Die Höhe eines Geschosses ändern Sie mit ±.

[BILD geschosse-01] Screenshot · Geschosstabelle mit Symbolen duplizieren/entfernen und ± · Alt-Text: Geschosstabelle im Register Kubatur

Grundriss auf andere Geschosse übertragen

Öffnen Sie ein oberes Geschoss per Doppelklick in der Szene. Die Leiste der Geschossbearbeitung bietet zwei zusätzliche Befehle:

BefehlWirkung
Grundriss kopierenÜberträgt die Kontur dieses Geschosses auf die ausgewählten Geschosse.
Von darunterliegender Etage übernehmenErsetzt die Kontur durch die des Geschosses darunter.

Beide Befehle übernehmen die Kontur einschließlich Innenhof. Bestätigen Sie anschließend mit Bestätigen (Enter).

[BILD geschosse-02] Screenshot · Leiste Geschoss bearbeiten mit „Grundriss kopieren“ · Alt-Text: Grundriss auf andere Geschosse kopieren

Ergebnis

BGF, NRF und BRI je Geschoss und in Summe aktualisieren sich sofort; die Ergebnis-Panels rechnen neu.

Typische Anwendungsfälle

SituationVorgehen
Gebäude soll höher werdenAnzahl Regelgeschosse erhöhen
Erdgeschoss mit höherer RaumhöheHöhe dieser Zeile in der Geschosstabelle mit ± ändern
Oberstes Geschoss zurückspringenGeschoss hinzufügen und Kontur verkleinern, siehe „Staffelgeschoss anlegen“
Mehrere obere Geschosse gleich formenEin Geschoss bearbeiten und mit Grundriss kopieren übertragen
Untergeschoss für Technik oder TiefgarageUntergeschosse in der Kubatur einstellen

Darauf sollten Sie achten

  • Mehr Geschosse erhöhen GFZ und Gebäudehöhe. Prüfen Sie beides gegen den Bebauungsplan.
  • Ob ein Geschoss als Vollgeschoss zählt, regelt die Landesbauordnung. Das betrifft vor allem Staffel- und Dachgeschosse.
  • Neue Geschosse übernehmen die Kontur des obersten Geschosses. Haben Sie das oberste Geschoss vorher verkleinert, wird auch das neue klein.
Grundriss eines Geschosses bearbeiten

Jedes Geschoss hat eine eigene Kontur. Ein Doppelklick öffnet sie zur Bearbeitung; Änderungen gelten nur für dieses Geschoss und werden erst mit Bestätigen übernommen.

Geschoss öffnen

  1. Doppelklicken Sie in der Szene auf das Geschoss, das Sie ändern möchten.
  2. PHAERO wechselt in den Geschoss-Fokus und zeigt unten „Geschoss bearbeiten“ sowie die Fläche des Geschosses. An der Kontur stehen Kantenlängen und Winkel.

[BILD grundriss-02] Screenshot · Geschoss in Bearbeitung mit Kantenlängen und Leiste · Alt-Text: Geschoss bearbeiten mit Kantenmaßen

Kontur ändern

AktionSo geht es
Kante verschiebenKante anfassen und ziehen; mit ⇧ parallel verschieben bzw. Fangen ausschalten.
Eckpunkt verschiebenEckpunkt anfassen und ziehen.
Eckpunkt löschenCtrl + Klick auf den Eckpunkt. Mindestens drei Eckpunkte bleiben.
Fassade auswählen⌥ (Windows: Alt) + Klick.
InnenhofInnenhof-Modus öffnen, siehe „Innenhof anlegen“.

[VIDEO grundriss-01] Kurzvideo · Kante parallel verschieben · Alt-Text: Kante eines Geschosses verschieben

Bestätigen oder verwerfen

  • Bestätigen (Enter) übernimmt alle Änderungen.
  • Abbrechen (Esc) verwirft alle Änderungen dieser Bearbeitung.
Achtung: ESC verwirft die gesamte Bearbeitung des Geschosses, nicht nur den letzten Schritt. Einzelne Schritte nehmen Sie mit Rückgängig zurück.

Ergebnis

Nach dem Bestätigen aktualisieren sich BGF, NRF, BRI und die Zahl der Fassaden des Geschosses.

Tipps

  • Für exakte Maße tippen Sie Längen über die CAD-Eingabe ein, statt zu ziehen.
  • Halten Sie die Kontur einfach. Jeder Vor- und Rücksprung erhöht die Fassadenfläche und damit Kosten und Wärmeverluste.
  • Prüfen Sie Gebäudetiefen: Für natürlich belichtete Büros sind 12–15 m üblich, für Wohnungen im Zweispänner 10–14 m. Tiefere Gebäude brauchen Innenhöfe oder Lichthöfe.
  • Kontrollieren Sie nach jeder Änderung die BGF des Geschosses in der Geschosstabelle.

Typische Fehler

BeobachtungUrsache und Lösung
Änderung ist wegGeschossbearbeitung mit ESC verlassen. Bearbeiten Sie erneut und bestätigen Sie mit Enter.
Nur ein Geschoss hat sich geändertDie Bearbeitung gilt nur für das geöffnete Geschoss. Übertragen Sie die Kontur mit Grundriss kopieren.
Fassadenanzahl stark gestiegenViele kleine Kanten. Entfernen Sie überflüssige Eckpunkte mit Ctrl + Klick.
Innenhof anlegen

Einen Innenhof schneiden Sie in der Geschossbearbeitung aus der Kontur aus – frei gezeichnet, als Rechteck oder mit festem Abstand zur Außenkante. BGF und NRF verringern sich sofort.

Innenhof-Modus öffnen

  1. Doppelklicken Sie auf das Geschoss.
  2. Öffnen Sie in der Leiste den Innenhof-Modus und wählen Sie ein Werkzeug.
WerkzeugSo geht es
SkizzeEckpunkte des Innenhofs nacheinander klicken.
RechteckRechteck innerhalb der Kontur aufziehen.
VersatzMauszeiger zur Außenkante bewegen; PHAERO zeigt den Abstand an. Ein Klick setzt den Innenhof mit diesem Abstand parallel zur Kontur.
Innenhof löschenVorhandenen Innenhof entfernen.

[VIDEO innenhof-01] Kurzvideo · Innenhof per Versatz mit 6 m Abstand · Musterprojekt · Alt-Text: Innenhof mit Versatz anlegen

Bestätigen

  1. Bestätigen Sie den Innenhof mit ↵ (⌫ entfernt den letzten Punkt, ESC beendet den Innenhof-Modus).
  2. Übernehmen Sie danach das Geschoss mit Bestätigen (Enter).
Achtung: Wer im Innenhof-Modus ESC drückt und anschließend die Geschossbearbeitung mit Abbrechen verlässt, verliert den Innenhof. Erst das Bestätigen des Geschosses speichert ihn.

Ergebnis

Beispiel: Ein Geschoss von 30 × 15 m mit einem Versatz-Innenhof ändert sich so:

Kennwertvorhernachher
BGF450 m²315 m²
NRF380 m²237 m²
Fassaden48

Geschosse, die Sie danach hinzufügen oder duplizieren, übernehmen den Innenhof.

[BILD innenhof-02] Screenshot · Kennwerte vorher/nachher in der Geschosstabelle · Alt-Text: BGF und NRF nach Innenhof

Wann sich ein Innenhof lohnt

  • Bei großen Gebäudetiefen, damit alle Räume Tageslicht erhalten.
  • Bei Blockrandbebauung, um eine ruhige, geschützte Freifläche zu schaffen.
  • Ein Innenhof erhöht die Fassadenfläche. Kosten, Wärmeverluste und Ökobilanz steigen, die BGF sinkt. Vergleichen Sie deshalb eine Variante mit und eine ohne Innenhof.

Hofgröße prüfen

Damit ein Innenhof ausreichend Licht bekommt, sollte seine Breite in etwa der Höhe der umgebenden Gebäude entsprechen. Prüfen Sie zusätzlich die Abstandsflächen im Hof: Gegenüberliegende Wände müssen in der Regel die Abstandsflächen nach Landesbauordnung einhalten.

Beispiel: Bei vier Geschossen à 3,5 m (14 m Wandhöhe) und einem Faktor von 0,4 H braucht jede Hofwand 5,6 m Abstandsfläche. Der Hof sollte also mindestens rund 11,2 m breit sein. Die Zahlen sind Beispielwerte.

Staffelgeschoss anlegen

Ein Staffelgeschoss ist ein oberes Geschoss mit kleinerer Kontur. PHAERO hat dafür keine eigene Funktion: Sie legen ein Geschoss an und verkleinern seine Kontur in der Geschossbearbeitung.

So gehen Sie vor

  1. Erhöhen Sie in Kubatur die Anzahl der Regelgeschosse um eins. Das neue Geschoss ist eine Kopie des obersten.
  2. Doppelklicken Sie in der Szene auf das neue oberste Geschoss.
  3. Verschieben Sie die Kanten nach innen (⇧ verschiebt parallel) oder löschen Sie Eckpunkte mit Ctrl + Klick.
  4. Übernehmen Sie die Änderung mit Bestätigen (Enter).

[VIDEO staffelgeschoss-01] Kurzvideo · oberstes Geschoss auf einer Seite um 3 m zurücksetzen · Alt-Text: Staffelgeschoss anlegen

Terrasse und Dachrand

Die frei gewordene Fläche des Geschosses darunter ist eine eigene Flachdachfläche. Unter Kubatur › Dach wählen Sie für jede Flachdachfläche den Dachrand: Attika, Glasgeländer oder keiner.

[EMBED geschoss-staffelung] Interaktiv · Geschosse mit Rücksprung durchklicken, Terrasse und Dachrand hervorgehoben

Tipps

  • Prüfen Sie mit Analysen › Abstandsflächen, wie sich der Rücksprung auswirkt.
  • Sollen mehrere Geschosse gleich zurückspringen, bearbeiten Sie eines und übertragen es mit Grundriss kopieren.

Vollgeschoss oder nicht?

Ob ein Staffelgeschoss als Vollgeschoss zählt, regelt die Landesbauordnung. Häufig gilt: Ein Geschoss ist ein Vollgeschoss, wenn es über mindestens zwei Drittel der Grundfläche des darunterliegenden Geschosses eine lichte Höhe von mindestens 2,30 m hat. Bleibt das Staffelgeschoss darunter, zählt es nicht als Vollgeschoss.

Das hat zwei Folgen:

  • Es zählt nicht zur Zahl der Vollgeschosse im Bebauungsplan.
  • Seine Fläche geht nach § 20 BauNVO in der Regel nicht in die GFZ ein, sofern der Bebauungsplan nichts anderes festsetzt.

Beispiel: Das Geschoss darunter hat 450 m². Zwei Drittel davon sind 300 m². Bleibt das Staffelgeschoss unter 300 m², ist es nach dieser Regel kein Vollgeschoss.

Achtung: Die Regeln unterscheiden sich zwischen den Ländern, z. B. bei der Bezugsfläche oder der Mindesthöhe. Prüfen Sie die Landesbauordnung des Standorts.

Abstandsflächen

Ein zurückgesetztes Staffelgeschoss hat eigene Außenwände. Liegt es weit genug zurück, fällt seine Abstandsfläche oft auf das eigene Dach und belastet die Grundstücksgrenze nicht zusätzlich. Prüfen Sie das mit der Analyse Abstandsflächen.

Geschoss-Fokus: Abweichungen je Geschoss

Im Geschoss-Fokus stellen Sie für ein einzelnes Geschoss ein, was vom übrigen Gebäude abweicht – etwa eine stärkere Dämmung im obersten Geschoss oder eine andere Nutzung im Erdgeschoss.

Fokus öffnen und verlassen

  • Klicken Sie in Kubatur auf eine Zeile der Geschosstabelle. Das Panel zeigt „FOKUS: <Geschoss>“ und darunter „Etage: … – n Fassaden“.
  • Alternativ doppelklicken Sie auf das Geschoss in der Szene.
  • Der Pfeil links neben „FOKUS“ führt zurück zur Gebäudeansicht.

[BILD geschoss-fokus-01] Annotierter Screenshot · Fokus-Ansicht mit Nummern für Funktionseinheiten, PV, Bauteile · Alt-Text: Geschoss-Fokus

Was Sie im Fokus einstellen

BereichInhalt
GeschosseFunktionseinheiten dieses Geschosses mit NRF.
PhotovoltaikJe Dachfläche: Peak-Leistung, Speicher, Dachausnutzungsgrad.
BauteileDachaufbau, Außenwand, Fenster usw. für dieses Geschoss; Dicke der maßgeblichen Schicht per Schieberegler.
Erweiterte Bauteile-EinstellungenWirksame Speichermasse, Wärmebrücken, Schadstoffart des Gebäudes.
Hinweis: Die erweiterten Bauteile-Einstellungen gelten für alle Varianten des Standorts, nicht nur für die aktuelle.

Typische Anwendungsfälle

SituationEinstellung im Fokus
Gewerbe im Erdgeschoss, Wohnen darüberFunktionseinheit des Erdgeschosses ändern
Schaufenster im ErdgeschossFenster mit höherem Flächenanteil für dieses Geschoss
Stärkere Dämmung unter der Terrasse eines StaffelgeschossesDachaufbau der Terrassenfläche
PV nur auf dem obersten DachPhotovoltaik je Dachfläche einstellen
Untergeschoss gegen ErdreichAußenwand und Bodenplatte für das Untergeschoss

Tipps

  • Stellen Sie zuerst die Vorgaben für das ganze Gebäude ein und nutzen Sie den Fokus nur für Abweichungen. So bleibt das Modell übersichtlich.
  • Prüfen Sie nach größeren Änderungen am Gebäude, ob die Abweichungen in einzelnen Geschossen noch gewollt sind.
  • Wärmebrückenzuschlag und Speichermasse wirken auf die Energiebilanz aller Varianten des Standorts. Ändern Sie sie nur bewusst.
Nutzung und Funktionseinheiten

Funktionseinheiten beschreiben, wofür ein Gebäude genutzt wird. Jede Funktionseinheit ist eine Gruppe von Raumtypen, die Sie selbst zusammenstellen. Über die Zuordnung der Raumtypen zur DIN 277 teilt PHAERO die NRF in Nutzungs-, Technik- und Verkehrsfläche auf und leitet Kennwerte für Energie und Kosten ab.

Register Nutzung

BereichInhalt
FunktionseinheitenName und NRF je Funktionseinheit, Erschließung, Gesamt.
GeschosseJe Geschoss die Funktionseinheiten mit NRF, aufklappbar.
Erweiterte NutzungseinstellungenGebäudekategorie (vorbelegt aus der Klassifikation), TGA-Nutzung für die Technikflächen, Referenzausführung DIN 18599, Nutzungstage.

[BILD nutzung-01] Screenshot · Register Nutzung mit Funktionseinheiten · Alt-Text: Register Nutzung

Raumtypen einer Funktionseinheit bearbeiten

  1. Klicken Sie neben der Funktionseinheit auf Raumtypen bearbeiten.
  2. Passen Sie den Anteil [%] je Raumtyp an. PHAERO rechnet die NRF je Raumtyp mit.
  3. Klicken Sie auf einen Raumtyp, um ihn zu ändern, oder fügen Sie mit + Hinzufügen weitere hinzu.
  4. Die Anteile ergeben zusammen 100 %. Übernehmen Sie mit Bestätigen.

Beispiel Funktionseinheit „Büro- und Verwaltung“: Einzelbüro 10 %, Gruppenbüro 30 %, Großraumbüro 15 %, Besprechung 5 %, Verkehrsflächen 20 % und weitere Raumtypen.

[BILD nutzung-02] Screenshot · Dialog Raumtypen mit Anteilen · Alt-Text: Raumtypen einer Funktionseinheit

Wie daraus die Flächen nach DIN 277 entstehen

  • NRF und Konstruktions-Grundfläche (KGF) leitet PHAERO aus statistischen Kennwerten aus ausgewerteten Bauprojekten ab.
  • Jeder Raumtyp ist einer Flächenart nach DIN 277 zugeordnet (NUF 1–7, TF oder VF) und einer Zone nach DIN 18599.
  • Aus den Anteilen der Raumtypen ergeben sich NUF, TF und VF.

[EMBED flaechenbaum] Schema · BGF → KGF + NRF → NUF, TF, VF

Hinweis: Die Raumtypen selbst pflegen Sie im Katalog unter Bibliothek › Klassifikationen › Raumtypen.

Was die Nutzung beeinflusst

ErgebnisEinfluss der Nutzung
FlächenAufteilung der NRF in NUF, TF und VF; Flächeneffizienz
EnergieNutzungsprofil nach DIN 18599: Betriebszeiten, Raumtemperaturen, Luftwechsel, interne Gewinne, Warmwasser, Beleuchtung
KostenGebäudekategorie und damit die Kostenkennwerte
TechnikflächenTGA-Nutzung für die Schätzung nach VDI 2050

Mischnutzung

Ein Gebäude kann mehrere Funktionseinheiten haben, z. B. Einzelhandel im Erdgeschoss und Wohnen darüber. Ordnen Sie die Funktionseinheiten den Geschossen zu. In der Energiebilanz fasst PHAERO die Nutzungen eines Geschosses flächengewichtet zusammen.

Beispiel

Ein Geschoss mit 860 m² NRF und der Funktionseinheit Büro: 10 % Einzelbüro, 30 % Gruppenbüro, 15 % Großraumbüro, 5 % Besprechung, 20 % Verkehrsflächen, 7 % Technik, 13 % sonstige Nebenräume. Daraus ergeben sich rund 172 m² VF, 60 m² TF und 628 m² NUF. Die Zahlen sind Beispielwerte.

Tipps

  • Prüfen Sie den Anteil der Verkehrsflächen: Er hängt stark von der Erschließung ab. Ein Zweibund kommt mit weniger Verkehrsfläche aus als ein Einbund.
  • Gleichen Sie das Raumprogramm des Bauherrn mit dem Register Nutzung ab: Passt die NUF je Funktionseinheit?
  • Stellen Sie die Nutzungstage passend ein. Eine Schule mit Ferien braucht weniger Energie als ein Büro mit 250 Nutzungstagen.
  • Passen Sie Raumtypen und ihre Anteile an Ihr Raumprogramm an, statt die Vorbelegung ungeprüft zu übernehmen.
Bauteile und Fenster zuweisen

Jedes Gebäude erhält seine Bauteilaufbauten aus dem Katalog. Die maßgebliche Schicht – meist die Dämmung – passen Sie direkt an; U-Wert, Kosten und Ökobilanz folgen.

Bauteilkategorien

Das Register Bauteile zeigt oben „Gebäude ausgewählt: <Name> – n Fassaden“ und darunter:

  • Bodenplatte
  • Dachaufbau
  • Geschossdecke
  • Innenwand
  • Außenwand
  • Fenster

[BILD bauteile-01] Screenshot · Register Bauteile · Alt-Text: Register Bauteile

Aufbau wählen und anpassen

  1. Klicken Sie auf die Kategorie und wählen Sie einen Aufbau aus dem Katalog.
  2. Verschieben Sie den Regler der maßgeblichen Schicht oder geben Sie die Dicke ein. Der U-Wert aktualisiert sich.

[EMBED u-wert] Interaktiv · Dämmstärke ändern und U-Wert ablesen

Fenster

FeldBedeutung
TypFensteraufbau aus dem Katalog
UwWärmedurchgangskoeffizient des Fensters in W/(m²K)
g-WertGesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung
FlächenanteilFensteranteil an der Fassade in %
SonnenschutzArt und Fc-Wert des Sonnenschutzes

Orientierungswerte für U-Werte

Die Tabelle zeigt typische U-Werte. Die Referenzausführung nach GEG dient als Vergleichsmaßstab; effiziente Neubauten liegen deutlich darunter.

BauteilReferenzgebäude GEG (Wohnen)Effizienter Neubau
Außenwand0,28 W/(m²K)0,15–0,20 W/(m²K)
Dach0,20 W/(m²K)0,10–0,15 W/(m²K)
Bodenplatte0,35 W/(m²K)0,20–0,30 W/(m²K)
Fenster1,3 W/(m²K)0,7–0,9 W/(m²K)

[PRÜFEN] Referenzwerte mit der in PHAERO hinterlegten Referenzausführung abgleichen.

Wechselwirkungen

ÄnderungEnergieKostenÖkobilanz
Dämmung dickerTransmission sinkt, Wirkung nimmt mit jedem weiteren Zentimeter absteigt leichtHerstellung steigt
Fensteranteil höherWärmeverluste und Kühllast steigen, solare Gewinne steigensteigtsteigt
Dreifach- statt ZweifachverglasungTransmission sinkt deutlichsteigtsteigt leicht
Außenliegender SonnenschutzKühllast sinkt deutlichsteigtsteigt leicht
Holz- statt Stahlbetonkonstruktionkaum Einflussabhängig vom MarktHerstellung sinkt

Tipps

  • Ein Fensterflächenanteil von 30–40 % ist für Büros oft ein guter Kompromiss aus Tageslicht, Wärmeschutz und Kosten.
  • Bei hohem Glasanteil nach Süden oder Westen planen Sie außenliegenden Sonnenschutz ein; der Fc-Wert sinkt dann auf rund 0,25.
  • Ändern Sie zuerst die Fenster, dann die Dämmung: Fenster haben einen vielfach höheren U-Wert und wirken stärker.

Abweichungen je Geschoss

Soll ein Geschoss andere Aufbauten erhalten, stellen Sie das im Geschoss-Fokus ein.

Hinweis: Eigene Aufbauten legen Sie im Katalog an: kopieren Sie einen PHAERO-Eintrag in Ihre Organisation oder ins Projekt und passen Sie ihn dort an.
Technische Systeme konfigurieren

Im Register Technik legen Sie fest, wie das Gebäude versorgt wird. Diese Wahl bestimmt End- und Primärenergiebedarf, CO₂-Emissionen im Betrieb und den Anteil der Ökobilanz aus der Anlagentechnik.

[BILD technik-01] Screenshot · Register Technik · Alt-Text: Register Technik

Systeme

SystemEinstellungen
WärmeversorgungSystem aus dem Katalog, z. B. Wärmepumpe, Fernwärme, Gas-Brennwert, Biomasse
Kälteversorgungz. B. Passive Kühlung
Warmwasserversorgungzentral oder dezentral, Zirkulation
LüftungFensterlüftung oder mechanisch, elektrische Hilfsenergie
PhotovoltaikPeak-Leistung, Speicher (kWh), Dachausnutzungsgrad (%), Batteriespeicher (%)
FördertechnikAnzahl Aufzüge, Anzahl Rolltreppen

Wie Sie ein System wählen

SystemGut geeignet, wennZu beachten
Wärmepumpegute Gebäudehülle und Flächenheizung mit niedriger VorlauftemperaturAufstellort für Außeneinheit oder Platz für Sonden; Strombedarf
Fernwärmeein Netz in der Nähe liegtPrimärenergie- und Emissionsfaktor hängen vom Netz ab
Gas-Brennwertals Vergleichsvariantefür Neubauten nach GEG nur mit hohem Anteil erneuerbarer Energie zulässig
BiomasseLager- und Liefermöglichkeiten bestehenPlatz für Lager, Feinstaub

Das GEG verlangt für neue Heizungen grundsätzlich einen Anteil von 65 % erneuerbarer Energie. Eine Wärmepumpe oder ein Anschluss an ein Wärmenetz erfüllen dies in der Regel.

Photovoltaik dimensionieren

Die Peak-Leistung ergibt sich aus der nutzbaren Dachfläche. Als Faustwert benötigen Sie auf einem Flachdach rund 5–7 m² Dachfläche je kWp, weil Module aufgeständert und mit Abstand aufgestellt werden. Der Dachausnutzungsgrad berücksichtigt Technikaufbauten, Dachrandabstände und Begrünung.

Beispiel: 450 m² Dachfläche, Dachausnutzungsgrad 60 % → 270 m² für Module, bei 6 m²/kWp rund 45 kWp. Die Zahlen sind Beispielwerte.

Lüftung

Mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung senkt die Lüftungswärmeverluste deutlich, braucht aber Hilfsstrom, Schächte und eine Lüftungszentrale. Die Fläche dafür zeigt das Register Technikflächen im Panel Flächen.

Kennwerte je System

Je System zeigt PHAERO Systemverluste, Wirkungsgrad und Hilfsenergie. Die Werte kommen aus dem Katalogeintrag des Systems.

Hinweis: Eigene Systeme mit anderen Kennwerten legen Sie im Katalog unter Bibliothek › Technik an.

Was Sie in den Ergebnissen sehen

  • Endenergie je Energieträger und Primärenergiebedarf im Panel Energie
  • EH-Stufe im Vergleich zum Referenzgebäude
  • CO₂-Emissionen im Betrieb und Anteil der Anlagentechnik im Panel Ökobilanz
  • Platzbedarf der Zentralen nach VDI 2050 im Panel Flächen
Gebäudetyp speichern und wiederverwenden

Ein Gebäude, das Sie fertig konfiguriert haben, speichern Sie als Gebäudetyp und setzen es im Projekt erneut ein – etwa für mehrere gleiche Riegel auf einem Grundstück.

Als Gebäudetyp speichern

  1. Wählen Sie das Gebäude und klicken Sie in Kubatur oder in der Gebäudeliste des Projekt-Panels auf Als Gebäudetyp speichern.
  2. Geben Sie einen Namen des Gebäudetyps ein.
  3. Klicken Sie auf Typ speichern.

[BILD gebaeudetyp-01] Screenshot · Dialog „Als Gebäudetyp speichern“ · Alt-Text: Gebäudetyp speichern

Was gespeichert wird

  • Geometrie und die gesamte Konfiguration des Gebäudes.
  • Bindungen an Grundstücke oder andere Gebäude werden gelöst; die Form bleibt erhalten.

Typ einsetzen

Gespeicherte Gebäudetypen stehen im Projektmenü unter Gebäude zur Auswahl.

[BILD gebaeudetyp-02] Screenshot · Gebäudetyp im Projektmenü · Alt-Text: Gebäudetyp auswählen

8
Auswertungen
Auswertungen im Überblick

Jede Änderung an Grundstück, Gebäude oder Außenanlagen rechnet PHAERO sofort durch. Die Ergebnisse stehen in fünf Panels oben rechts in der Machbarkeitsstudie. Dieser Artikel zeigt, was in welchem Panel steht, in welcher Reihenfolge Sie die Ergebnisse am besten prüfen und welche Entwurfsentscheidungen welche Kennwerte bewegen.

[BILD auswertungen-01] Screenshot · fünf Ergebnis-Panels nebeneinander · Alt-Text: Ergebnis-Panels

Die fünf Panels

PanelInhaltGrundlage
EnergieEnergiebedarf, Effizienzstufe, Heiz- und Kühllast, Außenluft, RegenwasserDIN/TS 18599, DIN/TS 12831-1, DIN EN 16798-1, DIN 1986-100
KostenHerstellungskosten nach Kostengruppen oder je m² BGFDIN 276
FlächenPlanungsrecht, Flächen, Nutzung, TechnikflächenDIN 277, BauNVO, VDI 2050
BauteileFlächen und Aufbauten je BauteilkategorieKatalogaufbauten
ÖkobilanzGWP, PENRT und QNG-StufeQNG-Methodik

In jedem Panel wählen Sie oben, ob Sie die gesamte Variante oder ein einzelnes Gebäude sehen. Die Quick Results zeigen zusätzlich acht Kennwerte dauerhaft am Bildrand, standardmäßig BGF, NRF, Endenergie (EE), Primärenergie (PE), GWP, PENRT, Herstellungskosten (HK, T€) und HK je m² BGF. Welche Kennwerte dort stehen, legen Sie in den Kontoeinstellungen fest.

In welcher Reihenfolge Sie prüfen

Die Panels bauen aufeinander auf. Ein Fehler in den Flächen setzt sich in Kosten, Energie und Ökobilanz fort. Prüfen Sie deshalb von oben nach unten:

  1. Flächen: Stimmen BGF und Geschosszahl mit Ihrer Vorstellung überein? Liegen GRZ und GFZ unter den Grenzwerten? Ist das Verhältnis NRF zu BGF plausibel?
  2. Bauteile: Passen Hüllfläche und Fensteranteil zur Fassade, die Sie im Kopf haben? Sind die gewählten Aufbauten die richtigen?
  3. Kosten: Liegt der Kennwert je m² BGF in einer Größenordnung, die Sie für die Nutzung erwarten? Welche Kostengruppe dominiert?
  4. Energie: Erfüllt die Variante die Anforderung des Gebäudeenergiegesetzes, und welche Effizienzhaus-Stufe ergibt sich?
  5. Ökobilanz: Kommt der größere Anteil aus der Herstellung oder aus dem Betrieb? Wo liegt die Variante im Vergleich zu den QNG-Schwellen?

Was welche Kennwerte bewegt

Die folgende Übersicht hilft, Varianten gezielt zu verändern. Die Richtung der Wirkung gilt für typische Gebäude; im Einzelfall kann ein Effekt größer oder kleiner ausfallen.

EntwurfsentscheidungFlächenKostenEnergieÖkobilanz
Kompaktere Kubatur (kleineres A/V)–sinkt (weniger Fassade)sinktsinkt
Mehr Geschosse statt mehr GrundflächeGRZ sinkt, GFZ steigteher günstiger je m²sinkt meistsinkt meist
Untergeschoss ergänzenBGF steigtsteigt deutlichkaum Einflusssteigt (Beton, Aushub)
Höherer Fensterflächenanteil–steigtWärmeverluste und Kühlbedarf steigensteigt
Mehr Dämmung–steigt leichtsinktHerstellung steigt, Betrieb sinkt
Wärmepumpe statt GaskesselTechnikfläche ändert sichabhängig vom SystemPrimärenergie sinkt meist deutlichBetrieb sinkt
Photovoltaik auf dem Dach–steigtPrimärenergie sinktBetrieb sinkt, Herstellung steigt
Holz- statt Massivbau–abhängig vom Marktkaum EinflussHerstellung sinkt meist
Hinweis: Vergleichen Sie Varianten, statt einzelne Werte absolut zu bewerten. Die Unterschiede zwischen zwei Varianten sind in der Phase 0 belastbarer als jeder Einzelwert, weil beide Varianten mit denselben Annahmen gerechnet werden.

Export und Vergleich

Über das Export-Symbol in der oberen Leiste fassen Sie die Auswertungen als PDF-Bericht zusammen. Im Variantenvergleich stellen Sie die Kennwerte mehrerer Varianten nebeneinander.

Achtung: Die Ergebnisse sind Abschätzungen für die Phase 0. Sie ersetzen keine Fachplanung, keinen Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz und keine Kostenermittlung in späteren Leistungsphasen.
Energie: Energiebedarf und Energielasten

Das Energie-Panel zeigt, wie viel Energie die Variante im Jahr braucht, welche Effizienzstufe sie erreicht und welche Leistungen die Anlagentechnik bereitstellen muss. Dieser Artikel erklärt die Kennwerte und wie Sie sie einordnen.

Achtung: Das Ergebnis ist eine Planungsabschätzung in der Phase 0 und kein Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Drei Ebenen des Energiebedarfs

Energiekennwerte gibt es auf drei Ebenen. Sie bauen aufeinander auf:

EbeneWas sie beschreibtWovon sie abhängt
NutzenergieWärme, Kälte, Warmwasser und Licht, die im Raum ankommen müssenGebäudehülle, Nutzung, Klima
EndenergieEnergie, die am Gebäude geliefert wird (Strom, Gas, Fernwärme)Nutzenergie plus Verluste der Anlagentechnik
PrimärenergieEndenergie einschließlich Gewinnung, Umwandlung und Transport des EnergieträgersEndenergie mal Primärenergiefaktor

Eine Wärmepumpe kann deshalb eine höhere Nutzenergie als ein Gaskessel ausgleichen: Sie liefert aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme, und Strom hat einen anderen Primärenergiefaktor als Gas.

Register Energiebedarf

[BILD energie-01] Screenshot · Register Energiebedarf · Alt-Text: Energiebedarf

KennwertEinheitBedeutung
PrimärenergiebedarfkWh/(m²a)Bedarf einschließlich Vorketten der Energieträger
EndenergiebedarfkWh/(m²a)Am Gebäude gelieferte Energie
Effizienzhaus-Stufez. B. EH 55Primärenergiebedarf im Verhältnis zum Referenzgebäude in Prozent
GEG erfülltja / neinAbgleich mit der Anforderung an den Primärenergiebedarf
EffizienzklasseA+ bis HEinordnung auf der Skala des Energieausweises

Effizienzhaus-Stufe einordnen

Das GEG verlangt für Neubauten, dass der Primärenergiebedarf höchstens 55 % eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie und Nutzung beträgt. Beim Primärenergiebedarf liegt jeder Neubau damit mindestens auf dem Niveau EH 55; für die Effizienzhaus-Stufen gelten zusätzlich Anforderungen an die Gebäudehülle. EH 40 bedeutet 40 % des Referenzgebäudes und ist Voraussetzung für die Förderung „Klimafreundlicher Neubau“. Die Stufe sagt also nichts über den absoluten Verbrauch, sondern wie gut das Gebäude im Vergleich zu einem gleich geformten Standardgebäude ist.

Fokus-Ansichten

Die Fokus-Ansichten zerlegen die Bilanz und zeigen, wo die Energie verloren geht oder gewonnen wird:

FokusWas Sie sehenTypische Frage
ÜbersichtBilanz aus Verlusten und GewinnenWie groß ist der Heizwärmebedarf insgesamt?
TransmissionVerluste über Wände, Fenster, Dach, BodenWelches Bauteil verliert am meisten?
LüftungVerluste über Infiltration und LüftungLohnt sich Wärmerückgewinnung?
Solare EinträgeGewinne über die Fenster je MonatDroht im Sommer Überwärmung?
Interne GewinneWärme aus Personen, Geräten, BeleuchtungWie stark prägt die Nutzung die Bilanz?
ReferenzgebäudeKennwerte des VergleichsgebäudesWie weit liegt die Variante unter der Anforderung?

[EMBED monatsbilanz] Diagramm · Monatsbilanz aus Gewinnen und Verlusten

Tabellen

  • Nutzenergie für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Lüftung
  • Endenergie je Energieträger
  • PV-Ertrag
  • Strombezug netto, also Strombedarf abzüglich selbst genutztem PV-Strom

Register Energielasten

Die Lasten beschreiben Leistungen, nicht Jahresmengen. Sie bestimmen, wie groß Wärmeerzeuger, Kältemaschine, Lüftungsanlage und Entwässerung ausgelegt werden müssen, und damit auch den Platzbedarf in der Technikzentrale.

[BILD energie-02] Screenshot · Register Energielasten · Alt-Text: Energielasten

KennwertGrundlageAusgabeWofür
HeizlastDIN/TS 12831-1kW und W/m² NRFGröße des Wärmeerzeugers
KühllastKlarhimmel-SpitzenlastkW und maßgeblicher MonatGröße der Kälteerzeugung, Sonnenschutz prüfen
AußenluftmengeDIN EN 16798-1, Kategorie IIm³/hGröße der Lüftungsanlage und Schächte
RegenwasserDIN 1986-100Bemessungs- und NotentwässerungDachentwässerung und Rückhaltung

Ergebnisse plausibilisieren

  • Ist der Endenergiebedarf hoch, prüfen Sie zuerst die Fokus-Ansicht Transmission: Häufig dominieren die Fenster.
  • Liegt die EH-Stufe knapp über der Anforderung, wirken Wärmeerzeuger und PV meist stärker als zusätzliche Dämmung.
  • Eine hohe Kühllast in Bürogebäuden deutet auf große Glasflächen nach Süden oder Westen ohne wirksamen Sonnenschutz hin.
  • Vergleichen Sie Varianten über dieselbe Kennzahl, z. B. Primärenergie je m² NRF.
Hinweis: Wie PHAERO rechnet und welche Annahmen gelten, steht im Artikel So berechnet PHAERO den Energiebedarf.
Kosten nach KGR und nach BGF

PHAERO ermittelt die Herstellungskosten nach DIN 276. Sie wählen, ob PHAERO mit einem Kennwert je m² BGF schätzt oder die Kosten nach Kostengruppen aus den Mengen des Modells berechnet. Dieser Artikel erklärt beide Modi, die Kostengruppen und wie Sie das Ergebnis einordnen.

[BILD kosten-01] Screenshot · Panel Kosten · Alt-Text: Panel Kosten

Zwei Modi

ModusStufe nach DIN 276PrinzipWann sinnvoll
nach BGFKostenschätzungBGF mal Kostenkennwert je m² BGFSehr früh, wenn nur Volumen und Nutzung feststehen
nach KGRKostenberechnungMengen je Kostengruppe aus dem Modell mal Kennwert je KostengruppeWenn Kubatur, Fassade und Aufbauten schon Gestalt annehmen

Der Modus nach Kostengruppen reagiert auf Ihre Entwurfsentscheidungen: Eine größere Fassadenfläche, ein Untergeschoss oder ein anderer Dachaufbau verändern die Kosten. Der Modus nach BGF reagiert nur auf die Fläche und die Gebäudekategorie. Vergleichen Sie beide Modi: Liegen sie weit auseinander, weicht Ihr Entwurf deutlich vom statistischen Durchschnitt der Gebäudekategorie ab.

Beide Modi berücksichtigen Regionalfaktoren für den Standort. Die Kostenkennwerte stammen aus statistischen Kennwerten aus ausgewerteten Bauprojekten.

Die Kostengruppen

KGBezeichnung nach DIN 276
100Grundstück
200Vorbereitende Maßnahmen
300Bauwerk – Baukonstruktionen
400Bauwerk – Technische Anlagen
500Außenanlagen und Freiflächen
600Ausstattung und Kunstwerke
700Baunebenkosten

Das Panel zeigt jede Kostengruppe in €/m² BGF und in T€. Projektkosten und Gebäudekosten stehen getrennt; zusammen ergeben sie die Gesamtkosten. Oben im Panel wechseln Sie zwischen Gesamt und einem einzelnen Gebäude.

Hinweis: Die Kosten der Außenanlagen (KG 500) stammen aus Kennwerten. Gezeichnete Außenanlagen ändern sie nicht.

Ergebnis einordnen

  • Bauwerkskosten im Blick: KG 300 und KG 400 machen in der Regel den größten Teil der Herstellungskosten aus. Bei typischen Hochbauten entfällt davon meist deutlich mehr auf die Baukonstruktion als auf die technischen Anlagen. Ein hoher Anteil KG 400 ist bei technisch anspruchsvollen Nutzungen wie Labor oder Klinik normal.
  • Kennwert je m² BGF: Vergleichen Sie ihn mit Projekten ähnlicher Nutzung aus Ihrer Erfahrung. Weicht er stark ab, prüfen Sie zuerst Geschosszahl, Untergeschosse und Fassadenanteil.
  • Genauigkeit: Eine Kostenschätzung in der Phase 0 hat eine Bandbreite von deutlich mehr als zehn Prozent. Rechnen Sie mit Spannen, nicht mit Punktwerten.
  • Nicht enthalten: Nutzungskosten nach DIN 18960 weist PHAERO nicht aus.

Was die Kosten am stärksten bewegt

StellschraubeWirkung
UntergeschossTeuerste Fläche je m²: Aushub, Abdichtung, Gründung
KompaktheitWeniger Fassade je m² BGF senkt KG 300
FensterflächenanteilFenster sind je m² meist teurer als geschlossene Wand
GeschosszahlMehr Geschosse verteilen Dach und Gründung auf mehr Fläche; ab Hochhausgrenze steigen die Anforderungen
TechnikstandardLüftung, Kühlung und Aufzüge treiben KG 400
Hinweis: Wie die Kosten entstehen, steht im Artikel So berechnet PHAERO die Kosten.
Flächen

Das Flächen-Panel zeigt, wie die Bebauung das Grundstück ausnutzt, welche Flächen nach DIN 277 entstehen, wie sie sich auf die Nutzungen verteilen und wie viel Platz die Technik braucht.

[BILD flaechen-01] Screenshot · Panel Flächen · Alt-Text: Panel Flächen

Register Flächen: Planungsrecht

KennwertDefinitionGrundlage
GFGrundstücksflächeLiegenschaftskataster
BF / UFBebaute und unbebaute FlächeGeometrie
GRZ1Grundfläche der Gebäude geteilt durch Grundstücksfläche§ 19 BauNVO
GFZGeschossfläche der Vollgeschosse geteilt durch Grundstücksfläche§ 20 BauNVO
BMZBaumasse geteilt durch Grundstücksfläche§ 21 BauNVO
ZZahl der VollgeschosseLandesbauordnung

GRZ1 bezeichnet die Grundfläche der Hauptanlagen. Nach § 19 Abs. 4 BauNVO dürfen Garagen, Stellplätze und Nebenanlagen die zulässige Grundfläche zusätzlich überschreiten, meist um bis zu 50 %; diese erweiterte Grundflächenzahl wird oft GRZ2 genannt.

Achtung: Die Geschossfläche nach BauNVO ist nicht dieselbe Fläche wie die BGF nach DIN 277. Für die GFZ zählen nur Vollgeschosse nach Landesrecht, für die BGF alle Geschosse einschließlich Untergeschossen. Vergleichen Sie GFZ und BGF deshalb nicht direkt.

Register Flächen: DIN 277

Je Gebäude listet PHAERO BGF, KGF, NRF mit NUF, TF und VF sowie den BRI. Die Begriffe erklärt der Artikel Flächen und Rauminhalte nach DIN 277.

Kennzahlen zur Flächeneffizienz

KennzahlAussageOrientierung
NRF / BGFWie viel der Bruttofläche nutzbar istmeist 0,80–0,90
NUF / BGFWie viel der Bruttofläche der eigentlichen Nutzung dientbei Büro oft 0,60–0,70
VF / NRFAnteil der Verkehrsflächehoch bei Einbund-Erschließung
BRI / BGFMittlere Geschosshöhegroße Werte bei hohen Hallen oder Foyers

Die Orientierungswerte sind grobe Erfahrungswerte; je nach Nutzung und Konstruktion weichen Projekte deutlich ab.

Register Nutzung

Listet die Funktionseinheiten mit ihrer NRF. So prüfen Sie, ob das Raumprogramm in die Kubatur passt.

Register Technikflächen

Schätzt nach VDI 2050 den Flächenbedarf der technischen Zentralen auf Basis der BGF, jeweils als Spanne von – mittel – bis in m²: Raumheizung, Sanitär, Sprinkler, Elektro, Raumlufttechnik (RLT), Ersatzversorgung und Kältetechnik. Dazu kommen Schächte und Unterverteilungen je Geschoss.

Nutzen Sie die Spanne früh: Eine Lüftungszentrale braucht Fläche und Höhe, die sich später nur schwer im Entwurf unterbringen lässt.

Bauteile-Auswertung

Die Bauteile-Auswertung zeigt, welche Flächen das Modell je Bauteilkategorie ergibt und mit welchem Aufbau PHAERO rechnet. Diese Flächen sind die Grundlage für Energie, Kosten nach Kostengruppen und Ökobilanz.

[BILD bauteile-auswertung-01] Screenshot · Panel Bauteile · Alt-Text: Bauteile-Auswertung

Inhalt

KategorieAngabenFließt ein in
Hüllfläche gesamtSumme der wärmeübertragenden UmfassungsflächeEnergie
Außenwand, Fenster, Dachaufbau, BodenplatteAufbau, Schichten, FlächeEnergie, Kosten, Ökobilanz
InnenwändeFläche über einen Innenwandfaktor geschätztKosten, Ökobilanz
GeschossdeckenAufbau, Schichten, FlächeKosten, Ökobilanz

Hüllfläche und Kompaktheit

Die Hüllfläche A trennt beheizte Räume von außen oder von unbeheizten Bereichen. Ihr Verhältnis zum beheizten Volumen V, das A/V-Verhältnis, ist ein Maß für die Kompaktheit. Ein kompaktes Gebäude hat bei gleichem Volumen weniger Hülle und verliert weniger Wärme. Kleine Gebäude und stark gegliederte Baukörper haben ein hohes A/V-Verhältnis.

Der spezifische Transmissionswärmeverlust HT′ fasst die Qualität der Hülle in einer Zahl zusammen: die Summe aus U-Wert mal Fläche aller Hüllbauteile, geteilt durch die Hüllfläche. Sie finden ihn im Variantenvergleich unter Bauteile.

Innenwände

Innenwände modelliert PHAERO in der Phase 0 nicht einzeln. Ihre Fläche ergibt sich aus der Geschossfläche mal einem Innenwandfaktor. Das reicht für Kosten und Ökobilanz; für die Energiebilanz spielen Innenwände nur über die wirksame Speichermasse eine Rolle.

Texturdarstellung

Mit dem Schalter Texturdarstellung zeigt die Szene die Bauteile mit ihren Oberflächen aus dem Katalog.

So nutzen Sie die Auswertung

  • Prüfen Sie den Fensterflächenanteil: Er treibt Wärmeverluste, Kühllast und Kosten zugleich.
  • Vergleichen Sie die Bodenplatte mit der Dachfläche: Bei flachen, ausgedehnten Gebäuden sind beide groß und prägen Energie und Ökobilanz.
  • Wechseln Sie Aufbauten im Gebäude-Register Bauteile und beobachten Sie GWP und Kosten; die Flächen bleiben dabei gleich.
Hinweis: Eigene Aufbauten legen Sie im Katalog an, siehe Bauteile im Katalog.
Ökobilanz

Das Ökobilanz-Panel zeigt das Treibhauspotenzial (GWP) und den Verbrauch nicht erneuerbarer Primärenergie (PENRT) über den Lebenszyklus des Gebäudes. PHAERO bilanziert nach der Methodik des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) und zeigt, ob die Variante dessen Anforderungen voraussichtlich erreicht.

Achtung: Die Ökobilanz ist eine Abschätzung nach QNG-Methodik, keine Zertifizierung.

[BILD oekobilanz-01] Screenshot · Panel Ökobilanz · Alt-Text: Panel Ökobilanz

Kennwerte

KennwertEinheitBedeutung
GWPkg CO₂-Äq./(m²NRF·a)Treibhausgasemissionen über 50 Jahre, je m² NRF und Jahr
PENRTkWh/(m²NRF·a)Verbrauch nicht erneuerbarer Primärenergie über 50 Jahre, je m² NRF und Jahr
QNG-StufePLUS, PREMIUM oder nicht erreichtVergleich mit den Anforderungswerten des QNG

QNG-Schwellen

Für Wohngebäude gelten feste Anforderungswerte:

StufeGWPPENRT
QNG-PLUS≤ 24 kg CO₂-Äq./(m²a)≤ 96 kWh/(m²a)
QNG-PREMIUM≤ 20 kg CO₂-Äq./(m²a)≤ 64 kWh/(m²a)

Für Nichtwohngebäude werden die Anforderungswerte projektbezogen aus einem baulichen und einem betrieblichen Anteil gebildet. Die Skalen im Panel zeigen die Schwellen für Ihre Variante.

Hinweis: Das QNG stellt neben der Ökobilanz weitere Anforderungen, etwa an Schadstoffe, Barrierefreiheit oder nachhaltige Holzherkunft. Eine erreichte QNG-Stufe im Panel heißt deshalb nicht, dass das Siegel erreichbar ist.

Tabelle: woher die Werte kommen

TeilBestandteile
Baulicher TeilKG 300, KG 400 Sockelbetrag, KG 400 Großgeräte, Anlagen erneuerbarer Energien
BetriebEndenergie Strom und Wärme, Aufzüge, Pauschale Nutzerstrom, nutzbarer Anteil erneuerbarer Energie

Ergebnis einordnen

Bei energieeffizienten Neubauten macht der bauliche Teil oft den größeren Anteil am GWP aus, weil der Betrieb mit Wärmepumpe und PV-Strom wenig Emissionen verursacht. Bei Gebäuden mit fossiler Wärmeversorgung dominiert dagegen der Betrieb.

StellschraubeWirkt auf
Konstruktion: Holz- oder Hybridbau statt StahlbetonHerstellung
Untergeschosse und Tiefgaragen vermeidenHerstellung
Kompakte Kubatur, weniger FassadeHerstellung und Betrieb
Wärmepumpe oder Fernwärme mit niedrigem EmissionsfaktorBetrieb
PhotovoltaikBetrieb, bei großen Anlagen spürbar
Dämmstoffe mit niedrigem GWPHerstellung
Hinweis: Wie PHAERO rechnet, steht im Artikel So berechnet PHAERO die Ökobilanz.
Quick Results einrichten

Die Quick Results zeigen in der Machbarkeitsstudie acht Kennwerte dauerhaft. Welche das sind, legen Sie für Ihr Konto fest.

Kennwerte wählen

  1. Öffnen Sie die Kontoeinstellungen.
  2. Wechseln Sie zu Quick Result Einstellungen.
  3. Wählen Sie acht Kennwerte und bringen Sie sie in die gewünschte Reihenfolge.
  4. Klicken Sie auf Speichern.

[BILD quick-results-01] Screenshot · Quick Result Einstellungen · Alt-Text: Quick Results einrichten

Vorgabe wiederherstellen

Auf Standard zurücksetzen stellt die Vorgabe wieder her: BGF, NRF, EE, PE, GWP, PENRT, HK (T€), HK/m² BGF.

Hinweis: Die Einstellung gilt für Ihr Konto in allen Projekten.
Auswertungen als PDF exportieren

Der PDF-Export fasst die Auswertungen einer oder mehrerer Varianten zu einem Bericht zusammen. Die Inhalte wählen Sie je Bereich oder über ein gespeichertes Set.

Bericht erstellen

  1. Klicken Sie in der oberen Leiste auf das Export-Symbol. Der Dialog PDF Export öffnet sich.
  2. Wählen Sie unter Set auswählen ein gespeichertes Set oder stellen Sie die Inhalte selbst zusammen.
  3. Legen Sie fest, was in den Bericht kommt (siehe unten).
  4. Wählen Sie unter Standorte & Varianten, welche Varianten der Bericht enthält.
  5. Klicken Sie auf PDF erstellen.

[BILD pdf-export-01] Screenshot · Dialog PDF Export · Alt-Text: PDF Export

Inhalte

BereichMögliche Inhalte
GesamtFlächen, Nutzung, Kosten, Energie mit Fokus-Ansichten, Bauteile, Ökobilanz für die ganze Variante
Pro GebäudeDieselben Inhalte je Gebäude
Standorte & VariantenAuswahl der Varianten, die der Bericht enthält

Sets

Ein Export-Set speichert eine Auswahl an Inhalten. So erzeugen Sie gleich aufgebaute Berichte für verschiedene Projekte. Sets verwalten Sie in der Bibliothek.

9
Methodik
So berechnet PHAERO den Energiebedarf

PHAERO rechnet den Energiebedarf nach DIN/TS 18599:2025-10 als Monatsbilanz je Geschoss. Für die Phase 0 gelten Vereinfachungen, die wir hier offenlegen. Der Artikel erklärt den Rechenweg, die Formeln, die Vorgabewerte und die Grenzen der Berechnung.

Achtung: Die Berechnung ist kein Nachweis nach dem GEG. Für den Nachweis ist eine Fachplanung nötig.

Wofür die Berechnung gedacht ist

In der Phase 0 sind Bauteile, Fenster und Technik noch nicht im Detail festgelegt. PHAERO rechnet deshalb mit einem vollständigen, aber vereinfachten Modell: Jede Variante wird mit denselben Annahmen gerechnet, damit sich Varianten fair vergleichen lassen. Absolute Werte können von einer späteren Fachplanung abweichen; Unterschiede zwischen Varianten sind belastbarer.

Bezugsfläche und Bilanzzonen

  • Bezugsfläche ist die Netto-Raumfläche (NRF).
  • Jedes Geschoss ist eine Bilanzzone. Mischnutzungen im Geschoss werden flächengewichtet zu einem Nutzungsprofil zusammengefasst.
  • Das Klima stammt aus der nächstgelegenen Klimazone nach DIN/TS 18599, mit Monatswerten für Außentemperatur und Strahlung.

Rechenweg

BlockInhalt
1 WärmebilanzTransmission, Lüftung, solare und interne Gewinne je Monat; daraus Nutzenergie Heizen und Kühlen
2 Warmwasser und StromTrinkwarmwasser, Beleuchtung, Hilfsenergie
3 AnlagentechnikVerluste und Wirkungsgrade der Systeme aus dem Technik-Katalog; daraus Endenergie je Energieträger
4 PhotovoltaikErtrag, Eigenverbrauch, Speicher; Strombezug netto
5 Primärenergie und CO₂Umrechnung mit Primärenergie- und Emissionsfaktoren der Energieträger

[EMBED monatsbilanz] Diagramm · Monatsbilanz aus Gewinnen und Verlusten

1 Wärmebilanz je Monat

Der Heizwärmebedarf eines Monats ist die Summe der Verluste abzüglich der nutzbaren Gewinne:

Qh = Qsink − η · Qsource

Die Verluste setzen sich aus Transmission und Lüftung zusammen. Für die Transmission gilt:

HT = Σ (Ui · Ai · Fx,i) + ΔUWB · Ages

QT = HT · (θi − θe) · t

Dabei ist U der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils, A seine Fläche, Fx ein Temperaturkorrekturfaktor für Bauteile gegen Erdreich oder unbeheizte Räume, ΔUWB der pauschale Wärmebrückenzuschlag, θi und θe die Innen- und Außentemperatur und t die Stunden des Monats.

Die Lüftungsverluste ergeben sich aus dem Luftwechsel n, dem Luftvolumen V und der Wärmekapazität der Luft (rund 0,34 Wh/(m³K)). Eine Wärmerückgewinnung mit dem Wirkungsgrad ηWRG verringert den Anteil der mechanischen Lüftung um diesen Faktor:

HV = 0,34 · V · (ninf + nmech · (1 − ηWRG))

Gewinne kommen aus solarer Einstrahlung durch die Fenster (abhängig von Fläche, Ausrichtung, g-Wert, Sonnenschutz FC und Verschattung FS) und aus internen Quellen wie Personen, Geräten und Beleuchtung. Nicht alle Gewinne sind nutzbar: Der Ausnutzungsgrad η hängt vom Verhältnis Gewinne zu Verlusten und von der wirksamen Wärmekapazität des Gebäudes ab. Schwere Gebäude können Gewinne besser speichern als leichte.

Der Kühlbedarf entsteht spiegelbildlich, wenn die Gewinne die Verluste übersteigen.

2 Warmwasser, Beleuchtung, Hilfsenergie

Der Warmwasserbedarf folgt aus dem Nutzungsprofil je m² und Tag, mit einer Temperaturdifferenz von 60 °C Speicher- zu 10 °C Kaltwassertemperatur. Bei Nichtwohngebäuden rechnet PHAERO den Strom für Beleuchtung mit einem Tageslichtbereich von 4 m Raumtiefe; bei Wohngebäuden wird Beleuchtung nicht bilanziert. Hilfsenergie für Pumpen und Ventilatoren kommt aus den Systemkennwerten im Technik-Katalog.

3 Anlagentechnik und Endenergie

Aus der Nutzenergie wird über die Verluste von Übergabe, Verteilung, Speicherung und Erzeugung die Endenergie je Energieträger. Für eine Wärmepumpe wirkt die Jahresarbeitszahl, für einen Kessel der Erzeugerwirkungsgrad. Die Kennwerte stammen aus dem Systemeintrag im Technik-Katalog.

4 Photovoltaik

Der PV-Ertrag ergibt sich je Monat aus installierter Leistung, Dachausnutzung und Globalstrahlung des Standorts. Selbst genutzter Strom mindert den Strombezug; ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil.

5 Primärenergie und CO₂

Qp = Σj Qf,j · fp,j

Die Endenergie Qf jedes Energieträgers j wird mit seinem Primärenergiefaktor fp multipliziert und aufsummiert. Die CO₂-Emissionen im Betrieb entstehen ebenso mit dem Emissionsfaktor des Energieträgers.

Beispielrechnung: Transmission im Januar

Ein Bürogebäude von 30 × 15 m mit vier Geschossen à 3,5 m, Fensterflächenanteil 40 %. Vereinfachte Rechnung mit gerundeten Werten:

BauteilFlächeU-WertFxU·A·Fx
Außenwand756 m²0,201,0151 W/K
Fenster504 m²0,901,0454 W/K
Dach450 m²0,141,063 W/K
Bodenplatte450 m²0,250,556 W/K
Wärmebrücken2.160 m² × 0,05108 W/K
HT832 W/K

Bei 20 °C innen, rund 1 °C außen und 744 Stunden ergibt sich QT = 832 W/K · 19 K · 744 h ≈ 11.800 kWh. Bei rund 1.530 m² NRF sind das etwa 7,7 kWh/m² im Januar allein über die Transmission. Die Fenster verursachen mehr als die Hälfte davon. Hier liegt der größte Hebel.

Annahmen und Vorgabewerte

GrößeVorgabe
Wärmebrückenzuschlag ΔUWB0,05 W/(m²K); wählbar 0,10 / 0,05 / 0,03
Temperaturkorrektur Bodenplatte / Kellerwand0,5 / 0,75
Infiltration0,14 1/h
Wärmerückgewinnung0,8
Gesamtenergiedurchlassgrad g0,6
Abminderung Sonnenschutz FC / Verschattung FS1 / 0,9
Wirksame Wärmekapazität50 Wh/(m²K)
Trinkwarmwasser60 °C / 10 °C
Interne Gewinne Wohnen45 Wh/(m²d) EFH, 90 Wh/(m²d) MFH
Beleuchtung Wohngebäudenicht bilanziert
Tageslichtbereich4 m Raumtiefe

Wärmebrückenzuschlag und wirksame Speichermasse stellen Sie im Geschoss-Fokus unter Erweiterte Bauteile-Einstellungen ein.

Referenzgebäude und Effizienzhaus-Stufe

PHAERO bildet ein Referenzgebäude mit gleicher Geometrie, Nutzung und Ausrichtung, aber mit den Bauteilen und der Anlagentechnik der Referenzausführung nach GEG. Das Verhältnis des Primärenergiebedarfs der Variante zum Referenzgebäude ergibt die EH-Stufe. Das GEG verlangt für Neubauten höchstens 55 % des Referenzwertes.

Grenzen

  • Keine raumweise Zonierung; Geschosse sind Zonen.
  • Vorgabewerte statt projektspezifischer Details, z. B. für Wärmebrücken und Verschattung durch Nachbargebäude.
  • Keine Simulation des sommerlichen Wärmeschutzes; die Kühllast ist eine Abschätzung.
  • Das Ergebnis dient dem Vergleich von Varianten, nicht dem Nachweis.

Begriffe

BegriffBedeutung
U-WertWärmedurchgang durch ein Bauteil in W/(m²K); kleiner ist besser
g-WertAnteil der Sonnenenergie, den eine Verglasung durchlässt
FCAbminderungsfaktor des Sonnenschutzes; 1 = kein Sonnenschutz
PrimärenergiefaktorVerhältnis Primär- zu Endenergie eines Energieträgers
JahresarbeitszahlWärme einer Wärmepumpe je eingesetzter Kilowattstunde Strom im Jahresmittel
So berechnet PHAERO die Ökobilanz

Die Ökobilanz in PHAERO folgt der Methodik des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG). Sie umfasst die Herstellung von Bauteilen und Anlagen, ihren Ersatz und ihre Entsorgung sowie den Energieverbrauch im Betrieb über 50 Jahre. Das Ergebnis wird auf die NRF und ein Jahr bezogen.

Achtung: Die Ökobilanz ist eine Abschätzung nach QNG-Methodik und ersetzt keine Bilanzierung für eine Zertifizierung.

Lebenszyklus und Module

Ökobilanzen von Gebäuden gliedern den Lebenszyklus nach DIN EN 15978 in Module. Für das QNG sind diese maßgeblich:

ModulInhalt
A1–A3Herstellung der Bauprodukte: Rohstoffe, Transport, Produktion
B4Ersatz von Bauteilen, deren Nutzungsdauer kürzer als 50 Jahre ist
B6Energieverbrauch im Betrieb
C3–C4Abfallbehandlung und Beseitigung am Lebensende
DGutschriften außerhalb der Systemgrenze, z. B. Recycling; wird nur informativ ausgewiesen

Kennwerte

KennwertEinheitBedeutung
GWPkg CO₂-Äq./(m²NRF·a)Treibhauspotenzial
PENRTkWh/(m²NRF·a)Nicht erneuerbare Primärenergie; in Datensätzen oft in MJ, Umrechnung durch 3,6

Rechenweg

GWP = ( Σ GWPA1–A3 + Σ GWPB4 + Σ GWPC3–C4 ) / (50 · NRF) + GWPB6 / NRF

Der bauliche Teil wird über 50 Jahre verteilt, der Betrieb geht mit seinem Jahreswert ein. PENRT entsteht auf dieselbe Weise.

Herstellung

BestandteilGrundlage
KG 300 opake BauteileFlächen aus dem Modell mal GWP und PENRT der Aufbauten aus dem Katalog
Fenster und SonnenschutzFensterflächen mal Kennwerte aus dem Katalog
KG 400 SockelbetragPauschaler Anteil der technischen Anlagen
KG 400 GroßgeräteErzeuger aus dem Technik-Katalog
PhotovoltaikNach installierter Leistung aus dem Register Technik
AufzügeNach Anzahl

Die Kennwerte je Aufbau setzen sich aus den Schichten zusammen: Masse der Schicht mal Kennwert des Materials. Deshalb verändert eine dickere Dämmung oder eine andere Tragkonstruktion das Ergebnis sofort.

Betrieb

  • Endenergie je Energieträger aus der Energiebilanz mal GWP- und PENRT-Faktor des Energieträgers
  • Pauschale für Nutzerstrom
  • Strom für Aufzüge
  • Gutschrift für den nutzbaren Anteil erneuerbarer Energie aus PV

Beispiel

Ein Gebäude mit 1.500 m² NRF verursacht in der Herstellung einschließlich Ersatz und Entsorgung insgesamt 750 t CO₂-Äq. Über 50 Jahre verteilt sind das 750.000 kg / (50 · 1.500 m²) = 10 kg CO₂-Äq./(m²a). Kommen im Betrieb 8 kg CO₂-Äq./(m²a) hinzu, liegt das GWP bei 18 kg CO₂-Äq./(m²a). Als Wohngebäude läge die Variante damit unter der Schwelle für QNG-PREMIUM von 20 kg. Die Zahlen sind Beispielwerte.

Einordnung nach QNG

Stufe (Wohngebäude)GWPPENRT
QNG-PLUS≤ 24 kg CO₂-Äq./(m²a)≤ 96 kWh/(m²a)
QNG-PREMIUM≤ 20 kg CO₂-Äq./(m²a)≤ 64 kWh/(m²a)

Für Nichtwohngebäude werden die Anforderungswerte projektbezogen gebildet. PHAERO zeigt die Schwellen für Ihre Variante auf den Skalen im Panel.

Ersatzzyklen

Bauteile mit kürzerer Nutzungsdauer als 50 Jahre gehen mehrfach in die Bilanz ein. Die Anzahl der Ersatzvorgänge ergibt sich aus der Nutzungsdauer:

nErsatz = aufrunden(50 / Nutzungsdauer) − 1

Bauteil (typisch)NutzungsdauerErsatz in 50 Jahren
Tragkonstruktion, Rohbau≥ 50 Jahre0
Fenster30–40 Jahre1
Dachabdichtung25–30 Jahre1
Wärmeerzeuger15–20 Jahre2–3
PV-Module20–25 Jahre1–2

Die Nutzungsdauern sind typische Werte aus der Tabelle „Nutzungsdauern von Bauteilen“ des Bundes. Technische Anlagen tragen deshalb mehr zur Bilanz bei, als ihr Anteil an der Herstellung vermuten lässt.

Die größten Hebel

HebelWirkung
Kompakter BaukörperWeniger Hüllfläche je m² NRF senkt Herstellung und Betrieb
Untergeschoss vermeidenErdberührte Bauteile aus Stahlbeton sind CO₂-intensiv
Tragwerk und MaterialwahlHolz- oder Hybridbau senkt GWP in A1–A3 deutlich
Effiziente HülleSenkt B6; zu viel Dämmung erhöht aber A1–A3
EnergieträgerWärmepumpe mit Strom aus PV senkt B6 stärker als jede Dämmung
PhotovoltaikGutschrift im Betrieb; Herstellung und Ersatz bleiben in der Bilanz

Herstellung und Betrieb hängen zusammen. Ab einem effizienten Standard bringt mehr Dämmung kaum noch Einsparung im Betrieb, erhöht aber die Herstellung. Vergleichen Sie deshalb Varianten in der Summe, nicht nur einzelne Module.

[PRÜFEN] PHAERO-spezifisch vor Veröffentlichung klären: Nutzungsdauern und Pauschalen für KG 400 und Nutzerstrom, wie sie in PHAERO hinterlegt sind.

Begriffe

BegriffBedeutung
CO₂-ÄquivalentKlimawirkung aller Treibhausgase, umgerechnet auf CO₂
EPDUmweltproduktdeklaration eines Herstellers
ÖKOBAUDATDatenbank des Bundes mit Ökobilanzdaten für Bauprodukte
Graue EmissionenEmissionen aus Herstellung, Ersatz und Entsorgung

Grenzen

  • Grundlage ist der gespeicherte Stand der Variante.
  • Technische Anlagen gehen zum Teil über Pauschalen ein, nicht über Detailmengen.
  • Innenwände werden über einen Faktor geschätzt.
  • Weitere Anforderungen des QNG, etwa an Schadstoffe oder Holzherkunft, sind nicht Teil der Berechnung.
So berechnet PHAERO die Kosten

PHAERO ermittelt die Herstellungskosten nach DIN 276 aus Mengen des Modells und Kostenkennwerten. Die Kennwerte sind statistische Kennwerte aus ausgewerteten, abgerechneten Bauprojekten. Dieser Artikel erklärt die Stufen der Kostenermittlung, wie PHAERO rechnet und wie genau das Ergebnis sein kann.

Grundlage DIN 276

DIN 276 gliedert die Kosten im Bauwesen in Kostengruppen und legt fest, wie genau in welcher Projektphase gerechnet wird.

KGBezeichnung
100Grundstück
200Vorbereitende Maßnahmen
300Bauwerk – Baukonstruktionen
400Bauwerk – Technische Anlagen
500Außenanlagen und Freiflächen
600Ausstattung und Kunstwerke
700Baunebenkosten
800Finanzierung (in PHAERO nicht ausgewiesen)
StufeLeistungsphaseGliederungstiefeIn PHAERO
KostenrahmenLPH 1Gesamtkosten, Bauwerkskosten getrennt–
KostenschätzungLPH 2mindestens 1. Ebene der KostengruppenModus nach BGF
KostenberechnungLPH 3mindestens 2. Ebene der KostengruppenModus nach KGR

Kostenschätzung nach BGF

K300+400 = BGF · kBGF · fR

Die BGF des Gebäudes wird mit einem Kostenkennwert kBGF je m² für die Gebäudekategorie und dem Regionalfaktor fR multipliziert. Der Kennwert bildet ein durchschnittliches Gebäude dieser Kategorie ab.

Kostenberechnung nach Kostengruppen

K = ΣKG MKG · kKG · fR

Für jede Kostengruppe ermittelt PHAERO eine Menge M aus dem Modell und multipliziert sie mit dem Kennwert k dieser Kostengruppe. Typische Bezugsmengen der zweiten Ebene:

KostengruppeBezugsmenge
320 GründungGründungsfläche
330 AußenwändeAußenwandfläche einschließlich Fenster
340 InnenwändeInnenwandfläche
350 DeckenDeckenfläche
360 DächerDachfläche
400 Technische AnlagenBGF

So wirken Entwurfsentscheidungen direkt: Mehr Fassade erhöht KG 330, ein Untergeschoss erhöht KG 310 und 320, ein Staffelgeschoss verändert Dach- und Deckenflächen.

Regionalisierung

Baupreise unterscheiden sich regional. Regionalfaktoren passen die bundesweiten Kennwerte an das Preisniveau des Landkreises an, in dem der Standort liegt.

Beispiel

Ein Bürogebäude mit 1.800 m² BGF, Kennwert 2.400 €/m² BGF für KG 300 und 400, Regionalfaktor 1,05: K = 1.800 · 2.400 · 1,05 ≈ 4,5 Mio. €. Die Zahlen sind Beispielwerte und keine Kennwerte aus PHAERO.

Projekt- und Gebäudekosten

Gebäudebezogene Kosten werden je Gebäude ermittelt. Projektkosten wie Außenanlagen (KG 500) kommen aus Kennwerten und hängen nicht von gezeichneten Außenanlagen ab.

Preisstand

Kostenkennwerte beziehen sich immer auf einen Preisstand. Für einen späteren Baubeginn rechnet man sie mit dem Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes hoch.

Was die Kennwerte enthalten

  • Kostenkennwerte sind Mittelwerte mit Spannen. Ein Gebäude mit hohem Standard liegt eher am oberen Rand.
  • Grundlage sind abgerechnete Projekte, also tatsächliche Kosten einschließlich Nachträgen.
  • Kostenkennwerte für Bauwerkskosten werden üblicherweise brutto, also einschließlich Umsatzsteuer, angegeben.

[PRÜFEN] PHAERO-spezifisch vor Veröffentlichung klären: ob PHAERO brutto oder netto ausweist und welcher Preisstand hinterlegt ist.

Einfluss der Geometrie

In der Kostenberechnung reagieren die Kosten auf die Form des Gebäudes. Zwei Varianten mit derselben BGF können deutlich unterschiedlich kosten:

EinflussgrößeWirkung auf die Kosten
Hüllfläche je BGFMehr Fassade und Dach erhöhen KG 330 und 360
UntergeschosseAushub, Verbau und Abdichtung erhöhen KG 310 und 320
GeschosshöheGrößere Höhen erhöhen Wand- und Fassadenflächen
FensterflächenanteilFenster sind teurer als opake Wand
Anzahl der GeschosseMehr Geschosse verteilen Gründung und Dach auf mehr Fläche

Kostenberechnung Schritt für Schritt

  1. Mengen der Kostengruppen aus dem Modell ermitteln.
  2. Mit den Kennwerten der zweiten Ebene multiplizieren.
  3. Regionalfaktor anwenden.
  4. KG 300 und 400 zu den Bauwerkskosten summieren.
  5. Projektkosten wie KG 500 und 700 aus Kennwerten ergänzen.

Beispiel Kostenberechnung

KGMengeKennwertKosten
320 Gründung450 m²350 €/m²157.500 €
330 Außenwände1.260 m²750 €/m²945.000 €
350 Decken1.350 m²420 €/m²567.000 €
360 Dächer450 m²400 €/m²180.000 €

Die Zahlen sind Beispielwerte zur Veranschaulichung des Rechenwegs und keine Kennwerte aus PHAERO.

Genauigkeit und Grenzen

  • In der Phase 0 sind Abweichungen von mehr als zehn Prozent normal. Nutzen Sie die Werte für Vergleiche und Größenordnungen.
  • Besondere Gründung, Altlasten, Denkmalschutz oder ungewöhnliche Technik bilden statistische Kennwerte nicht ab.
  • Nutzungskosten nach DIN 18960 sind nicht enthalten.
Flächen und Rauminhalte nach DIN 277

BGF und BRI entstehen in PHAERO direkt aus der Geometrie. NRF und KGF leitet PHAERO aus statistischen Kennwerten aus ausgewerteten Bauprojekten ab. NUF, TF und VF folgen aus der Nutzung. Dieser Artikel erklärt die Begriffe nach DIN 277, den Rechenweg und die Abgrenzung zu den Flächen des Planungsrechts.

Begriffe nach DIN 277

KürzelBegriffDefinition
BGFBrutto-GrundflächeSumme der Grundflächen aller Grundrissebenen, gemessen an den Außenmaßen
KGFKonstruktions-GrundflächeGrundfläche der Wände, Stützen und Pfeiler
NRFNetto-RaumflächeNutzbare Grundfläche zwischen den Bauteilen; BGF minus KGF
NUFNutzungsflächeTeil der NRF, der der eigentlichen Nutzung dient
TFTechnikflächeFlächen für technische Anlagen, z. B. Heizzentrale
VFVerkehrsflächeFlure, Treppen, Aufzüge, Eingangshallen
BRIBrutto-RauminhaltRauminhalt des Baukörpers, gemessen an den Außenmaßen

BGF = KGF + NRF     NRF = NUF + TF + VF

Nutzungsflächen NUF 1–7

NUFNutzung
1Wohnen und Aufenthalt
2Büroarbeit
3Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Forschung und Entwicklung
4Lagern, Verteilen und Verkaufen
5Bildung, Unterricht und Kultur
6Heilen und Pflegen
7Sonstige Nutzungen

[EMBED flaechenbaum] Schema · BGF (Geometrie) → KGF + NRF (statistisch) → NUF, TF, VF (aus Raumtypen)

Was aus der Geometrie kommt

BGF ist die Summe der Geschossflächen, gemessen an der Außenkontur. BRI ist das Volumen des Baukörpers bis zur Oberkante. Beide ändern sich sofort, wenn Sie Kontur oder Geschosse ändern.

Was statistisch abgeleitet wird

Wie viel der BGF auf Konstruktion entfällt, hängt von Wandstärken, Stützenraster und Gebäudetyp ab. In der Phase 0 sind diese Details offen. PHAERO teilt die BGF deshalb mit Kennwerten für die Gebäudekategorie in KGF und NRF auf. Massivbauten mit dicken Außenwänden haben mehr KGF als Skelettbauten.

Was aus der Nutzung kommt

Funktionseinheiten sind Gruppen von Raumtypen. Jeder Raumtyp ist einer Flächenart nach DIN 277 zugeordnet. Über die Anteile der Raumtypen teilt PHAERO die NRF in NUF, TF und VF auf. Raumtypen und Anteile legen Sie selbst fest.

Beispiel

1.000 m² BGF; Kennwert für die KGF 14 % → KGF 140 m², NRF 860 m². Die Funktionseinheit Büro hat 70 % Büroräume, 7 % Technik und 23 % Verkehrsflächen → NUF 600 m², TF 60 m², VF 200 m². Die Zahlen sind Beispielwerte.

Technikflächen nach VDI 2050

Den Platzbedarf für technische Zentralen, Schächte und Unterverteilungen schätzt PHAERO nach VDI 2050 aus der BGF, getrennt nach Gewerken und als Spanne. Die Werte zeigen, ob die TF aus der Nutzung ausreicht.

Abgrenzung zum Planungsrecht

Die Kennzahlen des Bebauungsplans folgen der Baunutzungsverordnung, nicht der DIN 277. Die Geschossfläche nach § 20 BauNVO umfasst nur Vollgeschosse nach Landesrecht; Untergeschosse und Nicht-Vollgeschosse zählen in der Regel nicht. Die GFZ lässt sich deshalb nicht aus der BGF berechnen.

Flächenkennzahlen

KennzahlFormelAussage
FlächeneffizienzNUF / BGFAnteil der BGF, der genutzt wird; Büro typisch 0,60–0,70
VerkehrsflächenanteilVF / NUFErschließungsaufwand; niedriger ist effizienter
KonstruktionsanteilKGF / BGFAnteil der Konstruktion; Massivbau höher als Skelettbau
RaumhöhenkennwertBRI / BGFMittlere Geschosshöhe; Treiber für Kosten und Ökobilanz

Die Kennzahlen eignen sich gut zum Vergleich von Varianten. Eine Variante mit höherer Flächeneffizienz bietet bei gleicher BGF mehr Nutzfläche und damit meist geringere Kosten je m² NUF.

Wo die Flächen weiterwirken

  • Energie und Ökobilanz beziehen sich auf die NRF.
  • Die Kostenschätzung bezieht sich auf die BGF.
  • Die Kennzahlen des Bebauungsplans nutzen die Flächen nach BauNVO.

Regelfall, Sonderfall, Außenfläche

DIN 277 unterscheidet Flächen nach Raumabschluss: allseitig umschlossene und überdeckte Bereiche (Regelfall), überdeckte, aber nicht allseitig umschlossene Bereiche wie Loggien (Sonderfall) und nicht überdeckte Bereiche wie Dachterrassen. PHAERO bilanziert die Flächen des Baukörpers als Regelfall.

[PRÜFEN] PHAERO-spezifisch vor Veröffentlichung klären: Höhe der KGF-Kennwerte je Gebäudekategorie und ob Balkone oder Loggien als Sonderfall erfasst werden.

Grenzen

  • Keine Raumplanung, sondern Flächenanteile.
  • Kennwerte für KGF bilden typische Konstruktionen ab.
  • Flächen nach Wohnflächenverordnung oder Mietflächenrichtlinien berechnet PHAERO nicht.
10
Variantenvergleich
Varianten vergleichen

Im Variantenvergleich stellen Sie Varianten eines Projekts nebeneinander. Welche Kennwerte erscheinen, bestimmen Sie selbst oder über ein gespeichertes Set.

Varianten auswählen

  1. Öffnen Sie im Projekt Variantenvergleich.
  2. Wählen Sie unter Varianten auswählen mindestens zwei Varianten.
  3. Jede Variante erscheint als Spalte mit Vorschaubild.

[BILD vergleich-01] Screenshot · Variantenvergleich mit drei Spalten · Alt-Text: Variantenvergleich

Metriken wählen

  • Angezeigte Metriken: Kennwerte ein- und ausschalten.
  • Alle ausklappen: alle Gruppen öffnen.

Sets

BefehlWirkung
Gespeicherte SetsGespeicherte Auswahl laden
Set aktualisierenAktuelle Auswahl im geladenen Set speichern
Als neues Set speichernAuswahl als neues Set anlegen
Sets in der Bibliothek verwaltenSets umbenennen oder löschen

Wie Sie Varianten sinnvoll anlegen

Ein Vergleich ist am aussagekräftigsten, wenn sich Varianten in einer oder wenigen Entscheidungen unterscheiden. Ändern Sie mehrere Dinge auf einmal, ist nicht mehr erkennbar, welche Entscheidung welchen Effekt hat.

FragestellungVariante AVariante BKennwerte im Fokus
KompaktheitRiegelWinkel mit gleicher BGFA/V, HT′, KG 300, GWP
Geschossigkeit4 Geschosse6 Geschosse, kleinere GrundflächeGRZ1, GFZ, Kosten je m² BGF
KonstruktionStahlbetonHolz-HybridGWP, PENRT, KG 300
VersorgungWärmepumpeFernwärmePrimärenergie, EH-Stufe, CO₂ im Betrieb

Ergebnisse lesen

  • Vergleichen Sie bezogene Kennwerte (je m² BGF oder NRF), wenn sich die Varianten in der Größe unterscheiden; absolute Werte, wenn die Größe gleich ist.
  • Achten Sie auf Kennwerte, die sich gegenläufig entwickeln, z. B. sinkende Energie bei steigenden Kosten. Hier liegt die eigentliche Entscheidung.
  • Kleine Unterschiede von wenigen Prozent liegen in der Phase 0 innerhalb der Genauigkeit. Werten Sie sie nicht über.

Sets für wiederkehrende Fragen

Legen Sie für typische Fragen eigene Sets an, z. B. „Wirtschaftlichkeit“ mit BGF, NUF, KG 300 und KG 400 oder „Nachhaltigkeit“ mit EH-Stufe, GWP und QNG-Status. So zeigen alle Vergleiche im Team dieselben Kennwerte.

PDF-Export

Über PDF-Export speichern Sie den Vergleich als PDF.

Metriken im Variantenvergleich

Der Variantenvergleich bietet Kennwerte in sieben Gruppen. Sie wählen sie unter Angezeigte Metriken.

GruppeBeispiele
GrundstückGrundstücksfläche, bebaute Fläche
FlächenBGF, NRF, NUF 1–7, A/V-Verhältnis, GRZ1, GFZ
KostenKG 100 bis 700
EnergieEH-Stufe, Primär-, End- und Nutzenergie, CO₂ im Betrieb
BauteileHT′, Wärmebrückenzuschlag
TechnikPV-Leistung, Batteriespeicher
ÖkobilanzQNG-Status, GWP, PENRT

Was die Kennwerte bedeuten

KennwertEinheitBedeutung
Grundstücksflächem²Amtliche Fläche des Grundstücks
Bebaute Flächem²Grundfläche der Gebäude auf dem Grundstück
BGFm²Brutto-Grundfläche aller Geschosse nach DIN 277
NRFm²Netto-Raumfläche; Bezugsfläche für Energie und Ökobilanz
NUF 1–7m²Nutzungsfläche nach Nutzungsart, z. B. NUF 2 Büroarbeit
A/V-Verhältnis1/mHüllfläche je beheiztem Volumen; kleiner ist kompakter
GRZ1, GFZ–Kennzahlen nach BauNVO für den Abgleich mit dem Bebauungsplan
KG 100 bis 700€ bzw. €/m² BGFKosten nach Kostengruppen der DIN 276
EH-Stufe%Primärenergiebedarf im Verhältnis zum Referenzgebäude
Primär-, End-, NutzenergiekWh/(m²a)Energiebedarf je m² NRF auf den drei Ebenen
CO₂ im Betriebkg/(m²a)Emissionen aus dem Energieverbrauch
HT′W/(m²K)Mittlerer Wärmeverlust über die Hülle; kleiner ist besser
WärmebrückenzuschlagW/(m²K)Pauschaler Zuschlag für Wärmebrücken
PV-LeistungkWpInstallierte Leistung der Photovoltaik
BatteriespeicherkWhKapazität des Speichers
QNG-Status–PLUS, PREMIUM oder nicht erreicht
GWP, PENRTkg CO₂-Äq./(m²a), kWh/(m²a)Ökobilanz über 50 Jahre je m² NRF

Welche Kennwerte für welche Frage

FrageKennwerte
Passt der Entwurf auf das Grundstück?GRZ1, GFZ, bebaute Fläche
Wie effizient ist die Fläche?NUF, NRF, BGF und ihr Verhältnis
Was kostet es?KG 300, KG 400, Kosten je m² BGF
Wie gut ist die Hülle?A/V, HT′
Erreicht die Variante die Förderziele?EH-Stufe, QNG-Status, GWP
Hinweis: Nutzungskosten sind nicht enthalten.
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Visualisierung
Bilder mit KI erzeugen

Das Visualisierungsstudio erzeugt aus Ihrer Szene in vier Schritten ein Bild. Grundlage ist das Modell der Variante mit Umgebung.

Hinweis: Jedes Bild verbraucht KI-Credits, als Richtwert etwa 20 Credits. Ihr verfügbares Budget steht in der Seitenleiste des Studios.

Studio öffnen

Klicken Sie in der oberen Leiste der Machbarkeitsstudie auf Bilder. Das Studio hat die Modi Erzeugen und Bearbeiten.

[BILD bilder-01] Screenshot · Visualisierungsstudio · Alt-Text: Visualisierungsstudio

1. Perspektive

Wählen Sie eine gespeicherte Ansicht oder richten Sie die Kamera ein. Brennweite und Shift ändern Sie durch Ziehen. Darstellung: perspektivisch, axonometrisch oder Draufsicht.

2. Stil

Wählen Sie einen Hauptstil mit Profil und Darstellungsoptionen, z. B. Liniendarstellung, Weißes Stadtmodell, Holzmodell, Handskizze koloriert oder Grafische Illustration. Eigene Stile können Sie speichern.

3. Szene

EinstellungOptionen
Tageszeit05 bis 21 Uhr
Datumbeliebig
WetterKlar bis Schnee
AnweisungFreitext für das Gesamtbild

4. Details

EinstellungOptionen
FormatQuadrat 1024 × 1024, Querformat 1536 × 1024, Hochformat 1024 × 1536, 2K 2048 × 1152
Fassaden und MaterialienZuordnung mit Farben und Texturen je Fassade
PromptErgänzende Beschreibung

Bild generieren

Klicken Sie auf Bild generieren. Das Ergebnis erscheint in der Seitenleiste unter Bilder.

Bild bearbeiten

Im Modus Bearbeiten ändern Sie ein erzeugtes Bild mit einer Anweisung. Auch das verbraucht Credits.

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Bibliothek & Kataloge
Kataloge in PHAERO: PHAERO, Organisation, Projekt

Bauteile, Technik, Raumtypen und andere Klassifikationen stehen in Katalogen auf drei Ebenen. Den PHAERO-Katalog können Sie nicht ändern; Sie kopieren Einträge in Ihre Organisation oder in ein Projekt und passen sie dort an.

[EMBED katalogebenen] Schema · drei Katalogebenen und der Kopierweg

Die drei Ebenen

EbeneWer pflegtGilt für
PHAEROPHAERO, schreibgeschütztalle Organisationen
OrganisationIhre Organisationalle Projekte der Organisation
ProjektProjektmitgliedernur dieses Projekt

Aufbau der Bibliothek

RegisterInhalt
KlassifikationenGebäudekategorien, Nutzung, Kosten, Raumtypen
BauteileAufbauten und Materialien
TechnikHeizung, Kühlung, Warmwasser, Lüftung, Energieträger, Beleuchtung
SetsVergleichs- und PDF-Export-Sets

Je Kategorie zeigt ein Baum die Knoten PHAERO, Organisation und Projekte. Der Filter Alle Kataloge (z. B. 3/3) blendet Ebenen ein oder aus.

[BILD bibliothek-01] Screenshot · Bibliothek mit Katalogbaum · Alt-Text: Bibliothek

PHAERO-Katalog in Projekten anzeigen

In den Organisationseinstellungen legen Sie je Bereich fest, ob der PHAERO-Katalog in allen Projekten angezeigt wird. In jedem Projekt wählen Sie zusätzlich unter Projekteinstellungen die angezeigten Kataloge.

Welche Ebene wofür?

Sie möchten …Ebene
einen Aufbau einmalig für ein Projekt anpassenProjekt
Standardaufbauten Ihres Büros für alle Projekte bereitstellenOrganisation
nur nachschlagen oder unverändert verwendenPHAERO

Gute Praxis

  • Geben Sie kopierten Einträgen einen eindeutigen Namen, z. B. mit Kürzel Ihres Büros. So unterscheiden Sie sie im Katalogbaum sofort von PHAERO-Einträgen.
  • Pflegen Sie Organisationseinträge zentral. Wer einen Eintrag ändert, ändert ihn für alle Projekte, die ihn nutzen.
  • Nutzen Sie Projekteinträge für Sonderfälle, damit der Organisationskatalog übersichtlich bleibt.
  • Größere Mengen pflegen Sie schneller per XLSX-Import.

[PRÜFEN] Klären: Wirkt eine Änderung an einem Organisationseintrag sofort auf bestehende Projekte und Varianten, die ihn verwenden?

Katalogeinträge suchen, kopieren und bearbeiten

PHAERO-Einträge sind schreibgeschützt. Um einen Eintrag anzupassen, kopieren Sie ihn in Ihre Organisation oder ein Projekt.

Eintrag finden

  1. Öffnen Sie die Bibliothek und wählen Sie das Register.
  2. Navigieren Sie im Baum zur Kategorie oder nutzen Sie die Suche.
  3. Klicken Sie auf den Eintrag, um die Details zu öffnen.

Eintrag kopieren

Ein PHAERO-Eintrag ist mit „nur lesen“ gekennzeichnet. Er bietet diese Aktionen:

AktionWirkung
In Organisation kopierenKopie im Organisationskatalog, bearbeitbar
Ins Projekt kopierenKopie im Projektkatalog, bearbeitbar
Als Favorit festlegenEintrag erscheint bevorzugt in Auswahllisten

[BILD katalog-eintrag-01] Screenshot · PHAERO-Eintrag mit Aktionen · Alt-Text: Katalogeintrag kopieren

Kopie bearbeiten

Öffnen Sie die Kopie in Ihrer Organisation oder im Projekt, ändern Sie die Werte und speichern Sie. Die Kopie steht danach in den Auswahllisten der Gebäude-Register zur Verfügung.

Hinweis: Bearbeiten im Organisationskatalog setzt die nötige Berechtigung in der Organisation voraus.
Den Projektkatalog nutzen

Der Projektkatalog enthält Einträge, die nur in einem Projekt gelten, z. B. ein projektspezifischer Wandaufbau.

Projektkatalog öffnen

Wählen Sie in der Projekt-Seitenleiste Projektkatalog. Er hat dieselben Register wie die Bibliothek: Klassifikationen, Bauteile, Technik und Sets.

[BILD projektkatalog-01] Screenshot · Projektkatalog · Alt-Text: Projektkatalog

Einträge anlegen

  • Kopieren Sie einen PHAERO- oder Organisationseintrag mit Ins Projekt kopieren und passen Sie ihn an.
  • Oder importieren Sie Einträge per XLSX.

XLSX-Austausch

Auch im Projektkatalog stehen XLSX-Export und -Import zur Verfügung.

Hinweis: Gespeicherte Gebäudetypen finden Sie im Projekt-Panel der Machbarkeitsstudie unter Gebäude.
Bauteile im Katalog

Bauteilaufbauten im Katalog bestimmen U-Wert, Kosten und Ökobilanz der Gebäude. Jeder Aufbau besteht aus Schichten von innen nach außen.

Kategorien

  • Materialien
  • Innenwände
  • Außenwände
  • Schrägdach
  • Flachdach
  • Gründung
  • Geschossdecken
  • Auskragende Decken
  • Fenster
  • Sonnenschutz

Aufbau eines Eintrags

BereichInhalt
StammdatenName, Kategorie, Beschreibung
AußenansichtBild oder Textur für die Darstellung in der Szene
SchichtaufbauSchichten von innen nach außen mit Kennwerten

[BILD katalog-bauteil-01] Screenshot · Schichtaufbau eines Außenwandaufbaus · Alt-Text: Schichtaufbau

Kennwerte des Aufbaus

KennwertEinheit
Gesamtdickem
U-WertW/(m²K)
Flächengewichtkg/m²
Schalldämmmaß RwdB
GWPkg CO₂e/m²
PENRTkWh/m²

Schichten

FeldOptionen
Materialaus der Kategorie Materialien
ModusHomogen, Anteil, Gefach
StärkeFix, Auswahl oder Range
DarstellungFarbe bzw. Schraffur im Schnitt

Die Dicke der maßgeblichen Schicht ändern Sie im Gebäude-Register Bauteile per Schieberegler.

Wie der U-Wert entsteht

U = 1 / ( Rsi + Σ di / λi + Rse )

Jede Schicht trägt mit ihrem Wärmedurchlasswiderstand d/λ bei: Dicke d in m geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit λ des Materials in W/(mK). Rsi und Rse sind die Wärmeübergangswiderstände innen und außen nach DIN EN ISO 6946, für Wände z. B. 0,13 und 0,04 m²K/W.

Beispiel: Eine Außenwand aus 20 cm Stahlbeton (λ = 2,3) und 18 cm Mineralwolle (λ = 0,035): R = 0,13 + 0,20/2,3 + 0,18/0,035 + 0,04 ≈ 5,40 m²K/W, U ≈ 0,19 W/(m²K). Die Dämmung bestimmt den U-Wert fast allein.

Schichtmodi

ModusWann verwenden
HomogenDurchgehende Schicht, z. B. Beton, Dämmung, Putz
AnteilSchicht aus zwei Materialien mit Flächenanteilen, z. B. Dämmung zwischen Ständern
GefachHolzständer- oder Sparrenlage mit Dämmung im Gefach

[PRÜFEN] Unterschied zwischen den Modi Anteil und Gefach in PHAERO bestätigen.

Gute Praxis

  • Kopieren Sie einen ähnlichen PHAERO-Aufbau, statt bei null zu beginnen.
  • Legen Sie die Stärke der Dämmung als Range an. Dann können Sie sie im Gebäude per Schieberegler variieren.
  • Prüfen Sie nach dem Anlegen U-Wert, GWP und Flächengewicht auf Plausibilität.
Technik und Raumtypen im Katalog

Der Technik-Katalog beschreibt die Versorgungssysteme, der Raumtyp-Katalog die Bausteine der Funktionseinheiten.

Technik

Kategorien: Heizung, Kühlung, Warmwasser, Lüftung, Energieträger, Beleuchtung.

Kennwert (Beispiel Heizsystem)Bedeutung
Energieträgerz. B. Strom, Fernwärme, Erdgas
PrimärenergiefaktorUmrechnung von End- in Primärenergie
GWP / PENRT (B6)Emissionen und nicht erneuerbare Primärenergie im Betrieb
SystemverlusteVerluste von Übergabe, Verteilung und Speicherung
ErzeugerwirkungsgradWirkungsgrad bzw. Jahresarbeitszahl
HilfsenergieStrom für Pumpen und Regelung

[BILD katalog-technik-01] Screenshot · Heizsystem im Katalog · Alt-Text: Technik-Katalog

Typische Kennwerte

KennwertTypische Größenordnung
Jahresarbeitszahl Luft-Wasser-Wärmepumpe3,0–4,0
Jahresarbeitszahl Sole-Wasser-Wärmepumpe4,0–5,0
Wirkungsgrad Gas-Brennwert0,95–1,05 bezogen auf den Heizwert
Primärenergiefaktor Strom (GEG)1,8
Primärenergiefaktor Erdgas (GEG)1,1

Die Werte dienen der Plausibilitätsprüfung eigener Einträge. Fernwärme hat netzspezifische Faktoren, die der Versorger angibt.

Raumtypen

FeldBedeutung
Flächenart nach DIN 277NUF 1–7, TF oder VF
Zone nach DIN 18599Nutzungsprofil für die Energiebilanz

Funktionseinheiten im Gebäude-Register Nutzung setzen sich aus diesen Raumtypen zusammen.

Eigene Raumtypen anlegen

  • Ordnen Sie jeden Raumtyp der richtigen Flächenart zu, sonst stimmen NUF, TF und VF nicht.
  • Wählen Sie die Zone nach DIN 18599, die der tatsächlichen Nutzung am nächsten kommt, z. B. Einzelbüro, Gruppenbüro, Besprechung, Verkehrsfläche. Die Zone bestimmt Betriebszeiten, Temperaturen und interne Gewinne in der Energiebilanz.
  • Benennen Sie Raumtypen so, wie sie im Raumprogramm des Bauherrn heißen. Das erleichtert den Abgleich.
Katalogdaten per XLSX importieren und exportieren

Sie exportieren die Einträge einer Kategorie als XLSX-Datei, bearbeiten sie in Excel und importieren sie wieder. Vor der Übernahme zeigt PHAERO alle erkannten Änderungen.

Wo es geht

  • In der Bibliothek für den Organisationskatalog
  • Im Projektkatalog für projektbezogene Einträge
Hinweis: Im Organisationskatalog brauchen Sie dafür die Rolle Administrator der Organisation.

Exportieren

  1. Wählen Sie im Katalog eine Kategorie.
  2. Klicken Sie auf XLSX Export.

Referenzfelder wie Material erscheinen als Dropdown-Listen. Hat die Kategorie noch keine eigenen Einträge, dient die Datei als Vorlage.

Datei bearbeiten

  • Bestehende Zeilen ändern
  • Neue Zeile für einen neuen Eintrag
  • Zeile löschen, um den Eintrag zu löschen
  • Spalten und Struktur beibehalten
  • Höchstens 10 MB

Importieren

  1. Wählen Sie dieselbe Kategorie und klicken Sie auf XLSX Import.
  2. PHAERO prüft die Datei („XLSX wird verarbeitet …“). Fehler zeigt PHAERO mit Zeile, Feld und Meldung.
  3. Die Vorschau fasst neue, geänderte, gelöschte und unveränderte Einträge zusammen.
  4. Prüfen Sie die Änderungen und übernehmen Sie den Import.

[BILD xlsx-01] Screenshot · Import-Vorschau mit Änderungen · Alt-Text: XLSX-Import Vorschau

Konflikte

Geänderte Einträge klappen Sie auf und sehen alten und neuen Wert je Feld. Wird ein gelöschter Eintrag noch verwendet, zeigt PHAERO, wie oft und wo.

Achtung: Eine gelöschte Zeile löscht beim Übernehmen den Eintrag. Verweise in Projekten werden nicht angepasst und können ins Leere zeigen.
Vergleichs- und Export-Sets verwalten

Sets speichern wiederverwendbare Auswahlen: welche Metriken der Variantenvergleich zeigt oder welche Inhalte ein PDF-Bericht enthält. Sets gelten in der Organisation.

Set-Arten

SetSpeichert
Vergleichs-SetMetriken für den Variantenvergleich und welche davon Keyfacts sind
PDF-Export-SetInhalte für Gesamt und Pro Gebäude im PDF-Export

Set anlegen

  1. Öffnen Sie in der Bibliothek das Register Sets.
  2. Legen Sie ein neues Set an und geben Sie einen Namen ein.
  3. Aktivieren Sie bei Bedarf Als Standard-Set verwenden.
  4. Wählen Sie Metriken bzw. Inhalte. Bei Vergleichs-Sets markieren Sie wichtige Metriken zusätzlich als Keyfact.
  5. Speichern Sie.

[BILD sets-01] Screenshot · Vergleichs-Set mit Metriken und Keyfacts · Alt-Text: Set bearbeiten

Standard-Set

Das Standard-Set wird beim Öffnen automatisch geladen. Ohne Standard nimmt PHAERO das erste verfügbare Set.

Sets verwenden

  • Variantenvergleich: Gespeicherte Sets laden; Änderungen mit Set aktualisieren oder Als neues Set speichern sichern.
  • PDF-Export: unter Set auswählen ein Export-Set wählen.
Hinweis: Ohne Bearbeitungsrecht sehen Sie Sets nur lesend.
Release Notes
Übersicht
Visualisierung

Visualisierung

Szenen darstellen und KI-Bilder aus dem Modell erzeugen.

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Bilder mit KI erzeugen
Aus der aktuellen Szene im Visualisierungsstudio Bilder erzeugen: Perspektive, Stil, Szene und Details wählen. Jedes Bild verbraucht KI-Credits.
Shape.
Validate.
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