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Energie: Energiebedarf und Energielasten

Primär- und Endenergiebedarf, Effizienzstufe, Fokus-Ansichten sowie Heizlast, Kühllast, Außenluftmenge und Regenwasser.

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Das Energie-Panel zeigt, wie viel Energie die Variante im Jahr braucht, welche Effizienzstufe sie erreicht und welche Leistungen die Anlagentechnik bereitstellen muss. Dieser Artikel erklärt die Kennwerte und wie Sie sie einordnen.

Achtung: Das Ergebnis ist eine Planungsabschätzung in der Phase 0 und kein Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Drei Ebenen des Energiebedarfs

Energiekennwerte gibt es auf drei Ebenen. Sie bauen aufeinander auf:

EbeneWas sie beschreibtWovon sie abhängt
NutzenergieWärme, Kälte, Warmwasser und Licht, die im Raum ankommen müssenGebäudehülle, Nutzung, Klima
EndenergieEnergie, die am Gebäude geliefert wird (Strom, Gas, Fernwärme)Nutzenergie plus Verluste der Anlagentechnik
PrimärenergieEndenergie einschließlich Gewinnung, Umwandlung und Transport des EnergieträgersEndenergie mal Primärenergiefaktor

Eine Wärmepumpe kann deshalb eine höhere Nutzenergie als ein Gaskessel ausgleichen: Sie liefert aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme, und Strom hat einen anderen Primärenergiefaktor als Gas.

Register Energiebedarf

[BILD energie-01] Screenshot · Register Energiebedarf · Alt-Text: Energiebedarf

KennwertEinheitBedeutung
PrimärenergiebedarfkWh/(m²a)Bedarf einschließlich Vorketten der Energieträger
EndenergiebedarfkWh/(m²a)Am Gebäude gelieferte Energie
Effizienzhaus-Stufez. B. EH 55Primärenergiebedarf im Verhältnis zum Referenzgebäude in Prozent
GEG erfülltja / neinAbgleich mit der Anforderung an den Primärenergiebedarf
EffizienzklasseA+ bis HEinordnung auf der Skala des Energieausweises

Effizienzhaus-Stufe einordnen

Das GEG verlangt für Neubauten, dass der Primärenergiebedarf höchstens 55 % eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie und Nutzung beträgt. Beim Primärenergiebedarf liegt jeder Neubau damit mindestens auf dem Niveau EH 55; für die Effizienzhaus-Stufen gelten zusätzlich Anforderungen an die Gebäudehülle. EH 40 bedeutet 40 % des Referenzgebäudes und ist Voraussetzung für die Förderung „Klimafreundlicher Neubau“. Die Stufe sagt also nichts über den absoluten Verbrauch, sondern wie gut das Gebäude im Vergleich zu einem gleich geformten Standardgebäude ist.

Fokus-Ansichten

Die Fokus-Ansichten zerlegen die Bilanz und zeigen, wo die Energie verloren geht oder gewonnen wird:

FokusWas Sie sehenTypische Frage
ÜbersichtBilanz aus Verlusten und GewinnenWie groß ist der Heizwärmebedarf insgesamt?
TransmissionVerluste über Wände, Fenster, Dach, BodenWelches Bauteil verliert am meisten?
LüftungVerluste über Infiltration und LüftungLohnt sich Wärmerückgewinnung?
Solare EinträgeGewinne über die Fenster je MonatDroht im Sommer Überwärmung?
Interne GewinneWärme aus Personen, Geräten, BeleuchtungWie stark prägt die Nutzung die Bilanz?
ReferenzgebäudeKennwerte des VergleichsgebäudesWie weit liegt die Variante unter der Anforderung?

[EMBED monatsbilanz] Diagramm · Monatsbilanz aus Gewinnen und Verlusten

Tabellen

  • Nutzenergie für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Lüftung
  • Endenergie je Energieträger
  • PV-Ertrag
  • Strombezug netto, also Strombedarf abzüglich selbst genutztem PV-Strom

Register Energielasten

Die Lasten beschreiben Leistungen, nicht Jahresmengen. Sie bestimmen, wie groß Wärmeerzeuger, Kältemaschine, Lüftungsanlage und Entwässerung ausgelegt werden müssen, und damit auch den Platzbedarf in der Technikzentrale.

[BILD energie-02] Screenshot · Register Energielasten · Alt-Text: Energielasten

KennwertGrundlageAusgabeWofür
HeizlastDIN/TS 12831-1kW und W/m² NRFGröße des Wärmeerzeugers
KühllastKlarhimmel-SpitzenlastkW und maßgeblicher MonatGröße der Kälteerzeugung, Sonnenschutz prüfen
AußenluftmengeDIN EN 16798-1, Kategorie IIm³/hGröße der Lüftungsanlage und Schächte
RegenwasserDIN 1986-100Bemessungs- und NotentwässerungDachentwässerung und Rückhaltung

Ergebnisse plausibilisieren

  • Ist der Endenergiebedarf hoch, prüfen Sie zuerst die Fokus-Ansicht Transmission: Häufig dominieren die Fenster.
  • Liegt die EH-Stufe knapp über der Anforderung, wirken Wärmeerzeuger und PV meist stärker als zusätzliche Dämmung.
  • Eine hohe Kühllast in Bürogebäuden deutet auf große Glasflächen nach Süden oder Westen ohne wirksamen Sonnenschutz hin.
  • Vergleichen Sie Varianten über dieselbe Kennzahl, z. B. Primärenergie je m² NRF.
Hinweis: Wie PHAERO rechnet und welche Annahmen gelten, steht im Artikel So berechnet PHAERO den Energiebedarf.
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Machbarkeitsstudie › Energie
05.11.2026
03.11.2026